Noch im Herbst soll an der Obervellmarer Straße eine Verkehrsinsel gebaut werden

Überweg bringt Sicherheit

Mehr Sicherheit: Noch im Herbst soll hier eine Verkehrsinsel für Fußgänger gebaut werden. Foto: Koch

Harleshausen. Jetzt will das Straßenverkehrsamt rasch handeln: Noch in diesem Jahr will es auf der Obervellmarer Straße/Höhe Firnskuppenstraße/Am Stockweg eine Verkehrsinsel bauen. Damit verwirklichen die Planer ein Vorhaben, das sie bereits 2007 dem Ortsbeirat erstmals vorgestellt hatten und dem das Gremium schon damals seine Zustimmung gab.

Hintergrund: Für Fußgänger, vor allem für Schulkinder, Senioren und behinderte Menschen ist es an diesem, auch von Passanten stark frequentierten Kreuzungsbereich, äußerst gefährlich. Die Obervellmarer Straße ist hier kurvenreich, stark befahren und schlecht einzusehen. Hinzu kommt, so hatten Ortsbeirat und Anwohner außerdem gewarnt, dass die Autos viel zu schnell unterwegs sind. Es hat bereits einen tödlichen Unfall gegeben. Während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Harleshausen erläuterte Hasan Erenulug vom Straßenverkehrsamt dem Gremium den aktuellen Planungsstand.

In dem genannten Kreuzungsbereich soll eine 2,30 Meter mal 3,50 Meter große Verkehrsinsel gebaut werden. Die angrenzenden Bürgersteige sollen behindertengerecht abgesenkt werden, geplant sind außerdem ein Noppenfeld, Systembordsteine und Rundborde, berichtete Erenulug. Der südliche Fahrbahnrand sowie der Bürgersteig im Einmündungsbereich Am Stockweg müssen um rund 2,30 Meter zur südlichen Grünfläche hin verschoben werden, um die für die Mittelinsel erforderliche Fläche zu bekommen.

Der Einmündungsbereich auf die Firnskuppenstraße/Am Stockweg werde so gestaltet, dass die Einsatzfahrzeuge wie Stadtreiniger und Krankenwagen Platz genug haben und gefahrlos einbiegen können, sagte Erenulug. Die gesamte Verkehrssituation und Linienführung im nördlichen Bereich sei, entgegen der Entwurfsplanung, jetzt noch einmal verbessert worden, erklärte der Fachmann. Vor allem dies bringe den Kostenunterschied, fügte er hinzu. Denn statt ursprünglich 30 000 wird das Projekt jetzt 40 000 Euro kosten. Darüber zeigte sich der Ortsbeirat zunächst verstimmt, denn schließlich soll er mit seinen Dispositionsmitteln den Überweg bezahlen. Die Stadt habe zu lange gewartet, darum sei er jetzt teurer geworden, lautete die Kritik aus dem Ortsbeirat. Entweder zahlen oder es gibt keine Insel, damit werde man jetzt unter Druck gesetzt.

Schließlich erklärte sich das Gremium per Beschluss bereit, für den Bau der Fußgängerinsel maximal 40 000 Euro aus seinen Dispositionsmitteln bereitzustellen. Und beschloss zusätzlich, weitere 5000 Euro für die Verlängerung des Bürgersteigs Am Stockweg auszugeben- wenn ihn die Stadt bauen wolle.

Von Sabine Oschmann

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