Modehandelskette hat 2,6 Millionen Euro in Aufwertung ihres Hauses am Opernplatz investiert

Umbau bei C&A ist geschafft

Viel Neues auf vier Etagen: Nach drei Monaten ist der Umbau bei C&A abgeschlossen. Unser Bild zeigt Filialleiter Richard Skornia in der Abteilung für junge Mode, wo das Bekleidungshaus mit einem Durchgang an die benachbarte Königs-Galerie angeschlossen ist. Foto:  Schwarz

Kassel. In drei Monaten Umbauzeit hat das Modeunternehmen C&A sein Kasseler Modehaus am Opernplatz komplett modernisiert und dafür 2,6 Millionen Euro ausgegeben. Damit gehört der Standort Kassel zu den ersten von bundesweit 500 Häusern, in denen C&A ein neues Warenpräsentationskonzept umsetzt.

Dessen Kern bringt Filialleiter Richard Skornia auf einen einfachen Nenner: Möglichst viele Modestücke sollen frontal und im Ganzen zu sehen sein, statt in Regalen und Ständerreihen versteckt zu werden. Dazu wurde die gesamte Angebotsfläche auf vier Etagen neu gestaltet.

Ziel: Bessere Präsentation

Viele Hundert zusätzliche Beleuchtungsspots in den Decken setzen die Ware nun in akzentuiertes Licht. Anstelle des einheitlich beigen Bodenbelages sind anthrazitfarbene, breite Laufwege entstanden, die von Präsentationsflächen aus hellem Holz gesäumt werden. Auch die 87 Anprobekabinen wurden grunderneuert, und unterschiedliche Wandfarbtöne kennzeichnen nun die einzelnen Abteilungen. Statt Hemden hier und Hosen dort werden nun wesentlich mehr Modeartikel in Kombinationsmöglichkeit gezeigt – laut Skornia eines der Hauptziele der Neupräsentation.

Die wurde seit Anfang Januar Etage für Etage verwirklicht. Da das Modehaus – im Geschoss über dem Verbindungstrakt zur Königs-Galerie – über 1000 Quadratmeter Raumreserve verfügt, zog dort als erstes provisorisch die Kindermodenabteilung ein. „Somit war im Haupthaus immer eine Etage frei“, sagt Skornia. Die anderen Abteilungen seien je nach Baufortschritt stockwerkweise umgezogen, sodass kein Kunde zwischen abgesperrten Baubereichen auf Kleidungssuche gehen musste.

Laut Skornia gehört das Kasseler Haus unter 500 inländischen C&A-Standorten umsatz- wie größenmäßig zu den ersten zwölf – es ist mithin bedeutsamer, als es Kassels Rangfolge unter deutschen Städten entspricht. „Das liegt an dem großen Einzugsgebiet hier“, sagt der Filialleiter. Die Kundschaft aus dem Umland komme häufig, um in größerem Umfang den saisonalen Bekleidungsbedarf für die ganze Familie zu decken. Das unterscheide C&A auch zu preislich höher positionierten Häusern wie dem neuen Peek & Cloppenburg am Königsplatz. Dessen Ansiedlung sieht der C&A-Mann als ein Plus für den Standort Innenstadt: „Wenn es sich lohnt, in die Stadt zu fahren, profitieren alle.“

Stabile Umsätze

Nähere Angaben zu den Umsätzen bei C&A macht Skornia nicht, doch er scheint zufrieden zu sein: „Wir machen seit mehreren Jahren ein Plus.“ Dabei sei auch festzustellen, dass konjunkturelle Schwankungen nicht mehr so stark auf die Kauflaune der Modekundschaft durchschlagen wie in früheren Jahren. Skornia sieht das als Indiz, dass Kassel unempfindlicher gegen das Auf und Ab im Wirtschaftsgeschehen geworden ist.

Von Axel Schwarz

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