Passanten und Anwohner sind zufrieden

Umbau der Goethestraße ist auf der Zielgeraden

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Sie hat die Goethestraße als Rennstrecke entdeckt: Wo einst Autos fuhren, war gestern Estelle Tischer mit ihrem Dreirad unterwegs.

Kassel. Noch trüben rot-weiße Bauzäune, Bagger und ein noch nicht fertiggepflasterter Boulevard das Bild. Aber bereits jetzt ist gut zu erkennen, wie die Goethestraße aussehen wird, wenn sie Mitte Oktober offiziell eröffnet wird.

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Auch Andrea Beenen hat genug Vorstellungskraft: „Was ich bisher sehen kann, gefällt mir super. Der Aufenthaltscharakter ist schon jetzt enorm gestiegen“, sagt die Kasselerin, die in der Nähe der Goethestraße arbeitet. Besonders freue sie sich auf den breiten Fahrradweg und eine Zeit ohne Baustelle.

Helga Vogt, die seit 46 Jahren an der Goethestraße wohnt, ist ebenfalls begeistert: „Es ist sehr schön geworden.“ Und vor allem werde es ruhiger für viele Anwohner, weil nun der Boulevard für Radfahrer und Fußgänger die eine Häuserzeile von der Straße trenne. Sie freue sich schon darauf, wenn das Restaurant Boccaccio seine Außenbestuhlung auf den Boulevard ausweitet.

Ruth Eisenhardt, ebenfalls Anwohnerin, sagt: „Nun kann man ein bisschen bei Bekannten damit angeben, an der Goethestraße zu wohnen. Das ist ein richtiger Boulevard geworden.“

Fotos: Das ist die neue Goethestraße

Nach Umbau: Das ist die neue Goethestraße

Weniger zufrieden ist Alexander Heinemann. Ihm wirkt die Neugestaltung zu modern. „Das passt nicht ins Stadtbild.“ Die Straße ähnele einer Flaniermeile, aber es fehlten das dafür nötige Leben und die Geschäfte. „Vielleicht kommt das noch. Wenn nicht, dann war es rausgeschmissenes Geld.“ Maren Rennert ist ohne Einschränkungen begeistert. „Das ist sehr gut geworden. Den vielen Platz für Fußgänger und Radfahrer finde ich gut.“

Grüne Lichtstele soll Platz zieren

Bis die umgebaute Goethestraße so aussieht, wie sie der Architekt Andreas Schmidt-Maas vom Kasseler Planungsbüro PLF erdacht hat, sind noch einige Arbeiten nötig. Ein Hingucker soll eine grün leuchtende, 7,50 Meter hohe Lichtstele werden, die im Kreuzungsbereich Goethe- / Germania- / Olgastraße aufgestellt wird. Von einem Punkt am anderen Ende der Goethestraße aus, der durch Fußabdrücke auf dem Boden gekennzeichnet ist, soll die Stele für Passanten in der Blickachse zum Herkules stehen.

Neben den laufenden Pflasterarbeiten müssen zudem noch Bäume nachgepflanzt sowie Bänke, Papierkörbe, Fahrradständer und Spielgeräte aufgestellt werden. Bei den Spielgeräten solle sich aber niemand einen Spielplatz vorstellen, sagt Schmidt-Maas. „Wir werden einige Wipp-Geräte und Ähnliches aufstellen.“

Ebenfalls fehlten noch die Hecken, die den Boulevard von den Parkplätzen abtrennen. Die Hecken und Bäume könnten allerdings erst Ende Oktober gepflanzt werden. Für den Grünstreifen gibt es Rollrasen.

Von Bastian Ludwig

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