Umbau der Loßbergstraße: Autos stauen sich auf Teichstraßen-Kreuzung

Kassel. Mit dem Ferienbeginn hat sich die Situation an beiden Kreuzungen im Baustellenbereich der Loßbergstraße zwar spürbar entspannt. Die einspurige Verkehrsführung, die bis Ende 2013 bestehen bleibt, sorgt aber nach wie vor für Staus und vor allem für Probleme auf der Teichstraßen-Kreuzung.

Weil die Linksabbieger den Gegenverkehr erst durchlassen müssen, blockieren sie teilweise die Kreuzung. Sobald zum Beispiel zwei oder drei aus Harleshausen kommende Wagen warten müssen, bis die Fahrt in Richtung Berliner Brücke frei ist, kommen die nachfolgenden Autos nicht mehr vorbei und können nicht über die Kreuzung fahren. Trotz Grünphase fließt der Geradeausverkehr Richtung Bad Wilhelmshöhe dann nicht.

Hinzu kommt, dass natürlich auch die Linksabbieger aus der Gegenrichtung, also vom Bahnhof Wilhelmshöhe kommend, den Gegenverkehr beachten müssen. Mitunter stehen sich dann die Autos aus beiden Richtungen auf der Kreuzung gegenüber. Weil offenbar nicht alle Fahrer das sogenannte amerikanische Abbiegen beherrschen und hinter den Linksabbiegern aus der Gegenrichtung abbiegen wollen, kommt es teilweise zu chaotischen Zuständen.

„Es ist keine ganz einfache Situation“, räumt Christian Petruch vom Straßenverkehrsamt ein. Die Ampel sei bereits so programmiert, dass der Gegenverkehr aus Bad Wilhelmshöhe etwas früher Rot bekomme, damit der Verkehr aus Harleshausen besser abfließt.

Für besonders gefährlich halte man die Verkehrsführung an der Kreuzung nicht, sagt Petruch. „Wenn es ein großes Unfallrisiko gäbe, hätten wir es so nicht eingerichtet.“ Bisher seien noch keine Unfälle im Baustellenbereich gemeldet worden. Allerdings fordere die geänderte Verkehrsführung insbesondere auf der Kreuzung, dass sich alle Verkehrsteilnehmer aufmerksam und vorsichtig verhielten.

Gäbe es nicht Entspannung, wenn man das Linksabbiegen in Richtung Berliner Brücke untersagen und diese Fahrer über die Raabe- und Dag-Hammarskjöld-Straße leiten würde? Das habe man bewusst nicht gemacht, um die Wohngebiete nicht zu belasten, sagt Petruch.

Ohnehin suchten sich schon viele Fahrer Schleichwege. Man wolle den Durchgangsverkehr aber nicht gezielt durch Wohnquartiere führen. Das Problem an der Loßbergstraße sei, dass es in der Nähe keine weitere Hauptverkehrsstraße gebe, über die man umleiten könne. Würde man Abbiegemöglichkeiten an den Kreuzungen sperren, müssten die Autofahrer weite Umwege in Kauf nehmen.

Natürlich gebe es auch die Möglichkeit, dem Gegenverkehr nicht gleichzeitig Grün zu geben, sagt der Straßenverkehrsamts-Mitarbeiter. Dann kämen die Autos zwar schneller über die Kreuzung. Allerdings stünden sie dann länger im Stau vor der Ampel, weil länger auf die nächste Grünphase gewartet werden muss.

Optimal lösen könne man die Situation während der Bauarbeiten leider nicht, sagt Petruch. Die Kreuzung habe wegen der momentanen Einspurigkeit nur 40 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Allerdings baue man ja um, damit die bisherigen Dauerstaus anschließend Geschichte seien.

Von Katja Rudolph

Rubriklistenbild: © Herzog

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