Garten- und Hartwigstraße werden bis Ende 2013 erneuert – erste Arbeiten laufen schon

Umbau für 1,1 Mio. startet

So soll es werden: Dieser Entwurf zeigt die Gartenstraße nach dem Umbau. An der Kreuzung wird sie von der Hartwigstraße gequert. Foto: Stadt Kassel

Kassel. Die Straßen galten als nicht mehr verkehrssicher, die Stadt sah Handlungsbedarf: Mitte Juni startet nun der lange diskutierte Umbau der Garten- und Hartwigstraße im Wesertor. Für fast 1,1 Millionen Euro werden die beiden Straßenzüge bis Ende 2013 erneuert.

Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen: Die Städtischen Werke verlegen abschnittsweise die neuen Fernwärme- und Wasserleitungen vor Ort. Während der anderthalbjährigen Bauzeit rechnet die Stadt mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Fahrbahn marode

„Die Straßen waren so marode, da musste etwas passieren. Die Fahrbahn nur stellenweise zu reparieren, war nicht mehr möglich“, sagt Ortsvorsteher Gerhard Franz (SPD). Er habe aber Wert darauf gelegt, dass insbesondere die Geschäfte in der Hartwigstraße nicht zu sehr unter der Baustelle leiden.

Das gesamte Projekt ist Teil des Konzeptes „Soziale Stadt Wesertor“, mit dem das Wohnumfeld im Stadtteil aufgewertet werden soll. In dem dicht bebauten Quartier sei „das Angebot halböffentlicher und privater Freiräume“ sehr begrenzt, sagte Stadtbaurat Christof Nolda. Aus diesem Grund hätten die beiden Straßen eine Funktion als Aufenthalts- und Begegnungsort der Anwohner.

Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, sollen unter anderem Bäume gepflanzt, die Beleuchtung erneuert und die Gehwege von parkenden Autos freigehalten werden. Darüber hinaus soll im Kreuzungsbereich der beiden Straßen eine neue Aufenthaltsfläche entstehen. Mit dem Umbau sollen acht Parkplätze wegfallen. Der Parkplatzverlust sei zwar von manchen Anwohnern kritisiert worden, aber es gebe noch ausreichend Parkraum in der näheren Umgebung, sagt Franz.

Im ersten Bauabschnitt soll die Gartenstraße für 760 000 Euro umgestaltet werden. Anschließend gehen die Arbeiten in der Hartwigstraße weiter, wo noch einmal 315 000 Euro investiert werden. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem durch eine EU-Förderung. Aber auch die Hauseigentümer werden über die Anliegergebühren beteiligt. „Viele der Eigentümer lehnen Anliegergebühren natürlich ab. Mancher muss mehrere Tausend oder Zehntausend Euro zahlen, aber der Zustand der Straße war einfach nicht mehr tragbar“, sagt Franz.

Radweg wird umgeleitet

Für die Zeit der Bauarbeiten muss die städtische Fahrradroute 3 umgeleitet werden. Sie wird stadtauswärts über die Weserstraße, Fuldatalstraße und über den Ostring verlegt. Stadteinwärts werden Radfahrer über den Franzgraben und die Ysenburgstraße umgeleitet.

Von Bastian Ludwig

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