Umbaupläne? Rheinmetall-Chefetage hält sich bedeckt

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Kasseler Standort: Das Werk von Rheinmetall Landsysteme befindet sich auf dem alten Henschel-Gelände Mittelfeld.

Kassel/Düsseldorf. Konkrete Aussagen zur geplanten Umstrukturierung gab es am Montag nicht: Die Geschäftsführung der Düsseldorfer Unternehmenszentrale der Rheinmetall AG äußerte sich nur nebulös zu ihren Plänen für den Kasseler Standort.

Peter Rücker, Leiter der Unternehmenskommunikation, benutzt viele Worte, um am Ende doch wenig zu sagen. In seiner Stellungnahme heißt es: „Zur wirtschaftlich erfolgreichen Weiterentwicklung der Rheinmetall Landsysteme GmbH hat die Geschäftsführung der Gesellschaft das Projekt ,Zukunftssicherung’ gestartet.“

Kern dieses Projekts sei die „langfristige Absicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf der Produkt- und Kostenseite, um weitere Marktanteile zu gewinnen und dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern eine langfristige und sichere Zukunft zu geben.“

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Wenn von Absicherungen auf der Kostenseite die Rede ist, deutet dies darauf hin, dass Personalabbau eine Option für das Unternehmen ist. So konkret will Rücker, der eine geplante Reduzierung der 450 Mitarbeiter weder dementieren noch bestätigen wollte, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht werden.

Hauptelemente des Projektes „Zukunftssicherung“ sei die „Suche nach einer wirtschaftlich optimalen Standortstruktur, die sich klar an Kernkompetenzen der einzelnen Standorte in der Entwicklung und Produktion orientiert, sowie die Einführung effizienter Strukturen und Prozesse über alle Standorte hinweg.“

In gemeinsamen Beratungen mit dem Betriebsrat, so der Unternehmenssprecher, sollten nun „schnell Lösungsmöglichkeiten diskutiert und beschlossen werden“. Bis wann diese Beratungen abgeschlossen sein sollen, dazu wollte sich Rücker nicht äußern. (bal)

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