Umzug städtischer Ämter aufs Salzmann-Gelände gescheitert

Kassel. Für den Umzug städtischer Ämter in das Salzmann-Gebäude in Bettenhausen gibt es politisch keine Mehrheit. Die künftige Nutzung des Geländes bleibt damit weiter unklar.

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Während die SPD-Fraktion im Kasseler Rathaus am Montag einstimmig beschloss, eine Vorlage von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse (parteilos) zu unterstützen, sprach sich die Fraktion der Grünen dagegen aus. Dass noch vor der Kommunalwahl über die künftige Nutzung des Salzmann-Geländes entschieden wird, ist damit sehr unwahrscheinlich.

Freitag will Rossing sprechen

Viel mochte Dennis Rossing, Eigentümer des Salzmann-Geländes, am Dienstag nicht sagen. Er habe noch keine Informationen darüber, dass es keine politische Mehrheit für den Umzug städtischer Ämter gibt. „Ich werde mich frühestens Freitag dazu äußern“, sagte er am Telefon.

Gescheitert waren die Pläne im Rathaus, wo die Fraktionen von SPD und Grünen über eine Vorlage von Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse (parteilos) abstimmten. Noch am Freitag hatten Hilgen und Lohse einig verkündet, dass der Magistrat ermächtigt werden sollte, über die Anmietung zu verhandeln. Den Stadtverordneten sollten Mietvertrag und eine neue Kostenberechnung vor der Unterschrift vorgelegt werden.

Aktualisiert um 18.45 Uhr

In dem, was den Fraktionen dann vorgelegt wurde, liest sich das nicht so. Dort heißt es: „Der Magistrat wird beauftragt, die Ergebnisse seiner organisatorischen und wirtschaftlichen Analysen vor Abschluss des Mietvertrags der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis zu geben.“ Die letzte Entscheidung für die Stadtverordneten wollten sich die Grünen nicht nehmen lassen. „Wir tun gerne etwas für Salzmann“, sagte Fraktionschef Gernot Rönz. „Aber nicht nicht mit einem Blankoscheck für den Magistrat.“ Zudem seien Zahlen aus der Vorlage weiterhin nicht reif zur Entscheidung. „Alles, was hinterfragt wurde, ist nur zum Teil beantwortet worden“, kritisierte Rönz.

Bei der SPD sieht man das anders. „Das ist kein Blankoscheck“, sagte der stellvertretende Fraktionschef Christian Geselle. Das Nein der Grünen nannte Oberbürgermeister Hilgen „schlecht“ für die Zukunft des Kasseler Ostens. Jetzt sei klar, „wer sich für die weitere Entwicklung Bettenhausens stark macht und wer nicht“, ließ Hilgen erklären. Vom Nein der Grünen sei er „enttäuscht“, sagte Geselle. Völlig offen sei nun auch die Zukunft der Eissporthalle und der Kassel Huskies. „Ich will mir nicht vorstellen, was es bedeutet, wenn die Zukunft der Huskies mit dieser Entwicklung neben dem Eis verbaut ist.“ (clm)

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