Polizei: Keine konkrete Gefahr 

Unbekannter droht mit Terror in Kasseler Innenstadt

Drohschreiben: Dieser Zettel wurde am Mittwochmorgen im Wartehäuschen an der Endhaltestelle „Wilhelmshöher Park“ gefunden.

Kassel. Ein anonymes Drohschreiben, das am Mittwochmorgen in Kassel gefunden wurde, hat für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Nach Angaben der Polizei gibt es aber keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefahr in Kassel.

Man habe sich allerdings dafür entschieden, so Polizeisprecher Torsten Werner, mit dem Fall an die Öffentlichkeit zu gehen, weil sich im Laufe des Tages zahlreiche verunsicherte Bürger wegen der Terrorwarnung bei der Polizei gemeldet hätten.

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Ein Fahrgast der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) habe den Drohbrief am Mittwochmorgen auf dem Boden des Wartehäuschens der Endhaltestelle „Wilhelmshöher Park“ gefunden. Der Fahrgast übergab den Drohbrief gegen 7.45 Uhr dem Straßenbahnfahrer der einfahrenden Tram.

In dem Drohbrief, der anschließend über soziale Netzwerke verbreitet wurde, wird ein Blutbad in der Kasseler Innenstadt für einen Samstag Mitte März angekündigt. Für Allah soll Blut vergossen werden, heißt es in der Drohung.

Die Beamten des für Staatsschutzdelikte zuständigen Zentralkommissariats 10 des Polizeipräsidiums Nordhessen haben gemeinsam mit Experten des Zentralen Polizeipsychologischen Dienstes in Wiesbaden das Schreiben bewertet, so der Polizeisprecher. „Eine konkrete Gefahr besteht nicht.“

Das Schreiben, das offenbar den Eindruck erwecken soll, dass es von islamistischen Terroristen verfasst worden ist, fällt durch eine Anzahl von Rechtschreibfehlern auf. So steht auf dem Zettel zum Beispiel „Allahu Abkar“ statt richtig „Allahu Akbar“ (Gott ist am Größten).

Derzeit sei noch unklar, wer das Schreiben verfasst hat und wann es an dem Wartehäuschen angebracht wurde, so der Polizeisprecher.

Die Beamten des ZK 10 ermitteln nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und bitten Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 05 61/ 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel zu melden. 

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