Christdemokrat und Kulturmotor Wolfgang Windfuhr feiert 75. Geburtstag

Wolfgang Windfuhr

Kassel. Er gilt als unermüdlicher Streiter für die kulturellen und wirtschaftlichen Belange der Stadt. Heute feiert Wolfgang Windfuhr seinen 75. Geburtstag.

Die Liste der der ehrenamtlichen Ämter und Funktionen, die der Wahlkasseler neben seiner Arbeit als Gymnasiallehrer und später als Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie innehatte, ist ebenso lang wie die Liste der Ehrungen, die dem Christdemokraten zuteil wurden.

Ehrenamtliches Engagement prägte den Lebenslauf des 1936 in Lüdenscheid geborenen Vaters zweier erwachsener Töchter, der seine berufliche Laufbahn nach dem Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie und Pädagogik 1965 an der Kasseler Goetheschule begann. Seit 1966 Mitglied der CDU, gehörte er von 1974 bis 1991 dem Hessischen Landtag an, war anschließend bis zur Pensionierung 2001 für die Pharmaindustrie tätig.

Von 1968 bis 1993 saß Windfuhr für die CDU im Kasseler Stadtparlament, engagierte sich vor allem im Ausschuss für Kultur und Schule, war anschließend bis 1997 ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat.

Aufsichtsrat der documenta

Als Mitglied im Aufsichtsrat der documenta trieb er die Entwicklung des Ausstellungskonzepts 23 Jahre lang voran. Auch das Museum für Astronomie und Technikgeschichte sowie die Kunsthalle Fridericianum entstanden unter seiner Mitwirkung. Neun Jahre brachte er sein Wissen als Vorsitzender des Vereins zur Rettung historischer Denkmäler ein, den er selbst 1983 gegründet hatte.

Für die Entwicklung Kassels zur Kulturstadt hatte er sich zudem als langjähriger Präsident der Brüder-Grimm-Gesellschaft eingesetzt. Gemeinsam mit engagierten Bürgern kämpfte Windfuhr mit Erfolg für den Erhalt des Drei-Sparten-Staatstheaters in Kassel.

In seinen 17 Jahren als Landtagsabgeordneter setzte sich Windfuhr für den Aufbau der Universität Gesamthochschule Kassel ein. Getreu seiner politischen Maxime, Demokratie könne nur funktionieren, wenn sich die Opposition zur wählbaren Alternative qualifiziert, entstanden unter seiner Federführung unter anderem Entwürfe für ein Hessisches Hochschulgesetz, ein Bibliotheksgesetz und ein Graduiertenfördergesetz.

Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, der Kasseler Stadtmedaille und der Ehrenbezeichnung Stadtältester sowie der Auszeichnung mit dem Wappenring der Stadt Kassel wurden seine vielfältigen Verdienste gewürdigt. (ach)

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