Nach Unfall am Kasseler Kreisel: Verletzte nicht in Lebensgefahr

Kassel / Staufenberg. Gute Nachrichten nach dem schweren Unfall am Mittwochnachmittag nahe dem Kreisel im Kasseler Osten: Das fünfjährige Kind, das in dem Auto des Unfallverursachers gesessen hatte, ist am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Das teilte Polizeisprecherin Sabine Knöll auf Anfrage mit.

Die drei weiteren Verletzten, darunter der 20-jährige Verursacher des Unfalls aus Staufenberg, würden weiter in einem Kasseler Krankenhaus behandelt. Keiner von ihnen schwebe allerdings in Lebensgefahr, sagte Knöll.

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Unklar ist weiter, wodurch der Unfall ausgelöst worden war. Der 20-jährige Fahrer eines Renault war gegen 14.15 Uhr stadteinwärts auf der Bundesstraße 83 unterwegs. Dann sei er auf die Gegenfahrbahn geraten. Bei der Geisterfahrt waren insgesamt sieben Autos beschädigt worden. Einige Fahrzeuge waren dem Falschfahrer noch ausgewichen. Zum Stehen kam der 20-Jährige mit seinem Wagen, in dem das fünfjährige Kind sowie ein 18-jähriger Beifahrer saßen, als er auf das Ende eines Rückstaus fuhr. Den Hergang des Unfalls untersucht ein Gutachter.

Der 20-jährige Unfallfahrer sei wegen seiner schweren Verletzungen noch nicht befragt worden, sagte Knöll. Möglicherweise sei ein medizinischer Notfall die Ursache gewesen. Klarheit gebe es darüber aber nicht.

Auf seiner Geisterfahrt hatte der Renault des 20-Jährigen auch einen Bus der KVG-Linie 37 gestreift. Weder Fahrer noch Fahrgäste seien verletzt worden, sagte KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Allerdings blieb unklar, wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unfalls in dem Bus waren. Darunter soll auch eine Gruppe Kinder gewesen sein. Als der Fahrmeister der KVG am Unfallort eintraf, habe sich kein Fahrgast mehr in dem Bus befunden, sagte Hamdad. Fahrer und Fahrgäste würden in solchen Fällen betreut. Dazu habe die KVG etwa 25 Mitarbeiter für die so genannte psychosoziale Erstbetreuung geschult. Die Ausbildung sei eine Schlussfolgerung aus einem schweren Unfall im Jahr 2008. (clm)

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