Achterbahn der Emotionen

Unheilig begeisterte im Auestadion 16.000 Zuhörer

Kassel. „Wir war’n geboren um zu leben, für diesen einen Augenblick, bei dem jeder von uns spürte, wie wertvoll Leben ist.“ Der Graf singt seinen rund 16.000 Fans aus der Seele, als er den Megahit beim Konzert seiner Band Unheilig am Freitag im Auestadion in den Kasseler Abendhimmel schickt.

Es ist der Höhepunkt einer unter die Haut gehenden Show – ein Konzert, das von der ersten bis zur letzten Sekunde die Fans der Band zu Dauereuphorie hinreißt.

Aktualisiert um 8.20 Uhr

Gradlinige Bass- und Gitarrenklänge, radiotaugliche Midtempo-Nummern und tiefgehende, aufrichtige Balladen nehmen die Konzertbesucher unter dem Motto „Lichter der Stadt II – Letzter Halt“ mit auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Dabei ist es seine ehrliche und ungekünstelte Art, die es dem Mann mit der tiefen Stimme erlaubt, autobiografische Gegebenheiten der Vergangenheit und Gegenwart als faktische Momentaufnahmen, aber auch Fiktives aus der Welt der Wünsche und Träume musikalisch umzusetzen. Die Fans danken es mit lautstarkem Mitsingen und nicht enden wollendem Jubel zu Hits wie „Unter deiner Flagge“ oder „So wie du warst“.

Als wäre das nicht genug, hat der gräfliche Empfang noch mehr zu bieten. Die Aachener Rocker nämlich verlassen live zu gern den Pfad massentauglicher Mitsing-Songs, kehren Harmonien und wohlklingenden Gitarrensounds den Rücken, um tief nach ihren musikalischen Wurzeln zu graben. Die klingen dann dunkel und fast ein bisschen düster, passend zu diesem unbestimmten Gefühl von Melancholie, das Unheilig nach über zwei Stunden Gänsehaut pur zurücklässt.

Von Sascha Hofmann

Rubriklistenbild: ©  Zgoll

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