Asta fürchtet Verschlechterung der Studienbedingungen

Uni: Bis 2014 fallen 20 Professuren weg

Kassel. Im kommenden Wintersemsester 2011/12 rechnet die Universität Kassel wieder mit einer Rekordzahl von über 20 000 Studierenden. Gleichzeitig sollen 20 Professorenstellen bis 2014 abgebaut werden. Das hat die Hochschule in einem Eckpunkte-Papier beschlossen.

Die Reduzierung soll nach Auskunft von Uni-Pressespreche Dr. Guido Rijkhoek aber nicht zu einer Verschlechterung der Studienbedingungen führen. Denn mit dem Wegfall der Professuren werde gleichzeitig die Anzahl der wissenschaftlichen Bediensteten - der sogenannte akademischen Mittelbau - erhöht.

Ein Beispiel: Im Jahr 2002 verzeichnete die Uni 335 Professorenstellen und 472 wissenschaftliche Bedienstete. Aktuell 314 Professorenstellen stehen 600 Mitarbeitern gegenüber. Diese Umschichtung sei eine strategische Entscheidung, keine finanzpolitische, sagte Rijkhoek.

In welchen Fachbereichen die Stellen wegfallen, ist noch nicht klar: Das zu benennen sei Aufgabe der jeweiligen Fachbereiche, sagte Rijkhoek. Eine Professur kostet jährlich durchschnnittlich 83 000 Euro, ein wissenschaftlicher Beschäftigter 53 000 Euro.

Seit Einführung der Studienabschlüsse Bachelor und Master sind die Einsatzmöglichkeiten des akademischen Mittelbaus deutlich gestiegen: Die Mitarbeiter können Seminare geben und dürfen die Modulprüfungen abhalten- je nach eigenem akademischen Grad. Ausschließlich Professoren dürfen hingegen die Abschlussprüfungen abnehmen.

An diesem Punkt setzt die Kritik des Asta, also der Studentenvertretung der Uni, an: Weniger Professuren bedeute, dass bestimmte Themengebiete in einem Fach wegfielen. Darüber hinaus bestünden bereits jetzt lange Wartelisten bei Professoren für die Abschlussprüfungen. Auch die Betreuung einer Abschlussarbeit komme zu kurz, sagte Asta-Vorsitzender Sebastian Weise-Kusche.

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Rubriklistenbild: © dpa

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