Uni Kassel

Neue Gebäude für die Uni Kassel - Ohne Probebohrungen kein Baubeginn

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Vorboten für die Neubauten: Michael Bahlo und Sven Boldt (von links) von der Nienburger Firma Wöltjen untersuchen derzeit den Boden auf der Freifläche für die Naturwissenschaften.

Die Uni in Kassel soll neue Gebäude bekommen. Der Baubeginn ist aber erst für 2023 geplant. Denn vorher müssen Probebohrungen gemacht werden.

Ein Bohrturm ist seit Anfang der Woche auf dem Uni-Gelände an der Moritzstraße im Einsatz. Die Hochschule sucht nicht etwa nach Öl. 

Es handelt sich um Voruntersuchungen für die Neubauten der naturwissenschaftlichen Institute. Die sollen auf der Freifläche unterhalb des Studierendenhauses entstehen. 

Die Uni Kassel bekommt neue Gebäude

Noch ist der Fachbereich Naturwissenschaften und Mathematik in Oberzwehren untergebracht. Auf der Neubau-Fläche inmitten des zentralen Uni-Campus werden derzeit mehrere tiefe Löcher gebohrt. 

Dort sollen spezielle Messgeräte eingesetzt werden, die Erschütterungen und Schwingungen des Untergrunds aufzeichnen. 

Vor Baubeginn müssen Probebohrungen gemacht werden

Hintergrund ist, dass es insbesondere in den Nanostrukturwissenschaften und der Physik hochsensible Labortechnik gibt. Schon vergleichsweise geringe Erschütterungen könnten Messergebnisse beeinflussen. 

Bei einem normalen Gebäude hätten die Erschütterungen keinerlei Bedeutung.

Selbst die auf der Holländischen Straße vorbeifahrenden Trams, die Autos auf der Moritzstraße oder der Betrieb im kürzlich eröffneten Studierendenhaus in direkter Nachbarschaft könnten Störfaktoren sein.

Der Baubeginn an der Uni Kassel ist für 2023 geplant

Je nachdem, wo die geringen Erschütterungen gemessen werden, entscheidet sich, an welcher Stelle das Gebäude für Physik und Nanostrukturwissenschaften, die als erste umziehen werden, errichtet wird.

 Oder ob spezielle bauliche Vorkehrungen nötig sind, um mögliche Einflüsse auszugleichen.

Neues Gebäude für die Institute Bio, Chemie und Mathe 

Für den ersten Bauabschnitt hat das Land Hessen im vergangenen Jahr 120 Millionen Euro zugesagt. In einem zweiten und dritten Bauabschnitt folgen dann die Institute für Biologie, Chemie und Mathematik. 

Die aktuellen Untersuchungen dienen auch der Vorbereitung eines Architekturwettbewerbs, der im kommenden Jahr ausgeschrieben werden soll.

Der Neubau soll den Standort Oberzwehren ersetzen

Die Bauarbeiten für das neue Institut für Physik und die Nanostrukturwissenschaften könnten nach derzeitiger Planung 2023 starten. Die Bauzeit wird voraussichtlich mindestens zwei bis drei Jahre betragen.

Bis die Wissenschaftler und Mitarbeiter im sogenannten AVZ in Oberzwehren ihre Sachen packen müssen, haben sie also noch Zeit. 

Wenn alle Neubauten fertig sind, will die Uni den Standort Oberzwehren aufgeben.

Im vergangenen Jahr wurde noch überlegt, die Moritzstraße zu sperren. Die Straße durchschneidet das Campusareal.

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