Uni-Platz: Keine Benennung nach Neonazi-Opfer Yozgat

Kassel. Auf dem im Entstehen begriffenen Campus-Nord wird es keinen Halit-Platz und keine Halit-Straße geben. Wie berichtet, hatte der Vater des von Neonazis ermordeten Halit Yozgat am Donnerstag auf der Gedenkfeier in Berlin den Wunsch geäußert, die Holländische Straße nach seinem Sohn zu benennen.

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Der damals 21-Jährige war dort in seinem Internetcafé im Jahr 2006 erschossen worden. Weil die Umbenennung einer langen Hauptverkehrsstraße mit zahlreichen dort angesiedelten Unternehmen sowie Wohnadressen sehr aufwendig wäre, war die Idee aufgekommen, auf dem neuen Campus-Nord der Universität Kassel einen Ort dem Neonazi-Opfer zu widmen.

Namensgebung im Gange

Auf Anfrage der HNA sagte Uni-Sprecherin Annette Ulbricht, das Namensgebungsverfahren für den Campus-Nord sei bereits angestoßen. Vorgesehen sei die Bezeichnung „Universitätsplatz“. Alle Gebäude auf dem Campus-Nord sollten ihre Eingänge zum Universitätsplatz oder der Gottschalkstraße haben.

Diese Entscheidung sei weit vor den Ereignissen um die Mordserie getroffen worden. Aus Sicht der Hochschule gebe es keinen Grund, sie nachträglich zu ändern. Den Wunsch von Ismail Yozgat, dem Vater des Opfers, könne die Hochschule aber gut nachvollziehen. (rud)

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