Hochschule wünscht sich Verlegung an Henschelstraße

Gefährliche Haltestelle Holländischer Platz: Lösung nicht in Sicht

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Uni: Überfüllte Trams, gefährliche Haltestelle

Kassel. Seit Jahren sind überfüllte Trams zur Haltestelle Holländischer Platz (HoPla) am Uni-Campus ein Problem. Mit dem Anstieg der Studierendenzahl auf 21.500 nimmt die Belastung am HoPla nun erneut zu. Doch eine Lösung ist im gerade begonnenen Semester nicht in Sicht.

Die Hochschule wünscht sich neben der Erhöhung der Tramkapazitäten eine Verlegung der Haltestelle.

69 Prozent der Studierenden kommen mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Uni, hat eine Studie der Hochschule ergeben. Die Quote der ÖPNV-Nutzer unter den Beschäftigten der Uni liegt bei 41 Prozent. Rechnet man diese Zahlen auf den Campus hoch, fahren täglich etwa 12.000 Menschen mit Bus und Bahn zum HoPla und zurück. Besonders morgens, wenn auch Schüler und Berufstätige unterwegs sind, quillen schon jetzt sowohl die Trams als auch die Haltestellen-Anlagen und Verkehrsinseln über. Mit Blick auf die geplante Campus-Erweiterung wird der Standort künftig noch mehr Zulauf bekommen.

„Wir halten es für nicht mehr zumutbar, dass Tausende Studierende erst eine zweispurige und dann eine sechsspurige Straße überqueren müssen, um von der Haltestelle auf den Campus zu gelangen“, sagt Uni-Sprecher Dr. Guido Rijkhoek. Die Studierendenvertetung Asta, die ebenfalls auf eine Lösung drängt, spricht von „teilweise lebensgefährlichen Situationen“ an der stark befahrenen Kurt-Wolters-Straße.

Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep favorisiert eine Verlegung der Haltestelle auf die gegenüberliegende Kreuzungsseite an der Henschelstraße. Statt zwischen den Fahrbahnen könnte der Ein- und Ausstieg dort im Bereich des jetzigen Parkplatzes erfolgen. Diese Lösungsvariante ist offenbar Teil eines von der Stadt Kassel in Auftrag gegebenen Gutachtens. Von KVG und Stadtverwaltung war gestern nichts Genaueres zu der Verkehrsstudie zu erfahren. Die Pläne seien noch „nicht spruchreif“.

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