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Uni Kassel: Neues Büro kümmert sich um Einsparung von Energie und Ressourcen

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Von: Bastian Ludwig

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Mit Hilfe der Kasseler CDW-Stifung wurden bereits mehrere Dächer der Uni Kassel mit PV-Anlagen ausgestattet: Auf dem Foto sind die Stiftungsvorstände Peter Drews (von links) und Irene Cramer sowie Uni-Kanzler Oliver Fromm zu sehen
Mit Hilfe der Kasseler CDW-Stifung wurden bereits mehrere Dächer der Uni Kassel mit PV-Anlagen ausgestattet: Auf dem Foto sind die Stiftungsvorstände Peter Drews (von links) und Irene Cramer sowie Uni-Kanzler Oliver Fromm zu sehen. © Privat

Die Universität Kassel hat jetzt ein Nachhaltigkeitsbüro gegründet. Das neue Green Office soll Energie-Einsparung in den Mittelpunkt des Uni-Betriebs rücken.

Kassel – Die Universität Kassel ist mit ihren fast 25.000 Studierenden, 3300 Mitarbeitern und 110 Gebäuden an acht Standorten ein großer Energiefresser. Doch nun will die Hochschule gegensteuern. Nachhaltigkeit soll auch beim Betrieb der Uni eine große Rolle spielen.

Durch das Wachstum der Hochschule hat sich der Verbrauch von Strom, Gas, Wasser und sonstigen Ressourcen stetig erhöht. So ist allein der Stromverbrauch zwischen 2001 und 2020 um 43 Prozent gestiegen. Die Kosten dafür sind im gleichen Zeitraum von 1,3 auf 4,6 Millionen Euro explodiert.

Green Office: Neues Büro an der Uni Kassel kümmert sich um Einsparung von Energie und Ressourcen

Seit 2016 arbeitet das Nachhaltigkeitsmanagement im Betrieb, das zum Frühjahr dieses Jahres zu einem neu gegründeten Nachhaltigkeitsbüro Green Office ausgebaut wird, daran, den Betrieb der Hochschule nachhaltig auszurichten. Denn Nachhaltigkeit soll nicht nur als neuer Forschungsschwerpunkt der Uni Kassel gelebt werden.

„Unsere Aufgabe ist es, die Klimaschutzaktivitäten der Hochschule zu bündeln und Studierende wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Boot zu holen. Es reicht nicht, nur die Hochschulgebäude zu dämmen“, sagt Georg Mösbauer, der mit der Nachhaltigkeitsmanagerin Nadine Chrubasik das Green Office koordinieren wird.

Uni Kassel gründet Green Office: Land Hessen fördert das neue Büro mit 1,75 Millionen Euro

Für die neue Projektphase, die bis 2025 läuft, wurden das Green Office und weitere Projekte, die technische Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erhöhung der biologischen Vielfalt auf dem Campus beinhalten, mit 1,75 Millionen Euro vom Land gefördert. Mit dem Geld wurden auch neue Stellen ausgeschrieben, sodass nun bald sechs Personen die Ziele vorantreiben.

Wobei die Maßnahmen auf mehreren Ebenen ansetzen sollen. Eine Hauptaufgabe werde es sein, die Hochschulakteure zu sensibilisieren, zu informieren und zu mobilisieren.

Neue Kampagne des Green Office: Hochschulakteure sollen zu Nachhaltigkeit angeregt werden

Hierfür sind neben Informationen über die Website und Social-Media-Kanäle, eine Bewusstseins- und Motivierungskampagne sowie Beteiligungsformate geplant. Dabei gehe es auch um einfache Dinge, wie die Menschen zu animieren, das Licht auszuschalten und die Heizung herunterzustellen, wenn sie den Raum verlassen. Aber auch der Stand-by-Betrieb technischer Geräte und die Zahl der Dienstreisen bieten Ansatzpunkte. Zudem soll die Nutzung alternativer Verkehrsmittel, wie die Radmobilität gefördert werden.

Darüber hinaus werden bauliche Verbesserungen der Bestandsgebäude eine große Rolle spielen. Dazu zählen Fassadendämmungen oder auch die Installation von Solaranlagen.

Mehr biologische Speisen in der Mensa: Neues Green Office tauscht sich mit Studierendenwerk aus

Allein die energetische Optimierung der Anlagen und Maschinen verspreche ein Einsparpotenzial von bis zu 15 Prozent, sagt Mösbauer. Zum Konzept gehören auch attraktive Grünflächen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und des Artenschutzes.

Gewünscht ist zudem ein größeres Angebot von biologischen Speisen in den Mensen. Dazu steht man im Austausch mit dem Studierendenwerk. Um weitere Vorschläge von den Studierenden und Mitarbeitern zu erhalten, sollen etwa eine Ideenplattform und ein Ideentelefon eingerichtet werden.

Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung und einen klimaneutralen Universitätsbetrieb voranzubringen. Wobei wir einen Nullverbrauch an der Hochschule nie erreichen werden“, sagt Mösbauer. Es müsse daher auch um alternative Energieträger und Kompensation gehen. „Wobei wir kein Greenwashing wollen.“ (Bastian Ludwig)

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