Präsenzsemester mit Maskenpflicht

Corona in Kassel: Uni will zurück in die Hörsäle – Das gilt für Studierende

Viel Abstand im Hörsaal: Nur jede zweite Reihe und jeder dritte Platz darf während der Klausuren belegt werden. Das Bild stammt aus der Klausurenphase im vergangenen Sommer.
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Viel Abstand im Hörsaal: Nur jede zweite Reihe und jeder dritte Platz darf während der Klausuren belegt werden. Das Bild stammt aus der Klausurenphase im vergangenen Sommer.

Das neue Semester an der Uni Kassel soll trotz Corona-Pandemie wieder in Präsenz stattfinden – mit Einschränkungen.

Kassel – Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wagt die Universität Kassel die Rückkehr in die Hörsäle: Das neue Semester ab Oktober soll als „Präsenzsemester mit Einschränkungen“ stattfinden, wie die Hochschule es formuliert.

Bis zu 50 Prozent der Plätze in den Lehrveranstaltungsräumen sollen belegt werden. Es wird eine Maskenpflicht gelten. In den vergangenen drei Semestern fand die Lehre fast ausschließlich digital statt.

Corona-Regeln an der Uni Kassel: „Der persönliche Austausch ist enorm wichtig“

„Wir sind eine Präsenzuniversität, der persönliche Austausch unter den Studierenden und mit den Lehrenden ist enorm wichtig“, sagt Vizepräsident Prof. Dr. René Matzdorf. Daher strebe man an, dass alle Studenten wieder Präsenzveranstaltungen haben. Sollten die Infektionszahlen bis zum Herbst oder im Verlauf des Semesters deutlich steigen, erwägt die Hochschule, die sogenannte 3G-Regel anzuwenden. Das heißt, Lehrveranstaltungen vor Ort wären nur für Geimpfte, Getestete oder Genesene zugänglich. Auch deshalb appelliert die Hochschulleitung an die Studierenden, sich impfen zu lassen. Zuletzt fanden auch auf dem Campus mehrere Impfaktionen statt.

In den Schulen gilt bereits seit dem Frühjahr eine Testpflicht für die Teilnahme am Unterricht. Die Uni Kassel hatte – wie die meisten Hochschulen – bisher weitgehend auf Präsenzlehre verzichtet. Anders als in der Schule mit festen Klassenverbänden hat jeder Student einen individuellen Stundenplan. Vorlesungen werden dabei mitunter von mehreren hundert Teilnehmern belegt. Bei einem Infektionsfall wären so schnell Hunderte gefährdet.

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Das will die Hochschule vermeiden. Daher soll nur nach dem Schachbrettmuster nur jeder zweite Platz in den Hörsälen belegt werden. Händedesinfektion, Maskenpflicht, ein hoher Luftaustausch in den Räumen sowie der Erfassung der Kontaktdaten sollen den Schutz erhöhen.

Ein Teil der Lehre wird weiter digital stattfinden. Aber auch zu den Präsenzveranstaltungen soll es jeweils digitale Alternativen geben, wie Vizepräsident Matzdorf betont. Damit wolle man sicherstellen, dass auch Studierende, die aus gesundheitlichen oder individuellen Gründen nicht auf dem Campus kommen können, ihr Studium fortsetzen können.

Auch der Asta befürwortet die Wiederaufnahme der Präsenzlehre und die Rückkehr des Lebens auf dem Campus. „Studieren ist mehr als nur Lernen“, sagt Asta-Vorsitzender Can Bali. (Katja Rudolph)

Corona verschärft die Belastung bei Befristung - das hat eine Umfrage unter den Beschäftigten der Uni Kassel ergeben. Auch Forscher der Uni Kassel haben sich in einer Studie mit den Corona-Maßnahmen beschäftigt, um herauszufinden was wirkt und was nicht.

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