UNIKIMS: Weiterbildung in Marketing und Sales

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Das Managementprogramm „Marketing and Sales“ der UNIKIMS gibt verständliche Antworten auf die wichtigen Fragen / Berufsbegleitend von März bis August 2017 an der Universität Kassel zum Marketing-Ökonom

KASSEL. Marketing ist komplex und eine Wissenschaft für sich. Es ist eine „Unternehmensführungslehre“, von der das Unternehmen durchdrungen sein soll. Im Lehrbuch stehen zum Beispiel die sieben „P“ des Marketings, die für Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik und drei weitere Politiken. Und in der Praxis? Da entwirft – überspitzt gesagt, aber häufig zu erleben – ein Praktikant einen Flyer, während zehn Verkäufer versuchen, das Beste daraus zu machen. Die weite Kluft, die zwischen dem ausdifferenzierten wissenschaftlichen Anspruch einerseits und der betrieblichen Wirklichkeit andererseits bisweilen klafft, schließt das Managementprogramm „Marketing and Sales“ der UNIKIMS, der Management School der Universität Kassel. Die Inhalte der Seminarreihe mit sechs Modulen, die zwischen dem 10./11. März und dem 25./26. August in Kassel angeboten werden, basieren nicht nur auf wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen, sondern sie haben ihren Erfolg in der Praxis erwiesen. Vor allem aber verspricht die UNIKIMS den Seminarteilnehmern, ihnen „Marketing and Sales“ praxis-, anwendungs- und folglich erfolgsorientiert in einem berufsbegleitenden Managementprogramm zu vermitteln. Voraussetzung für die Teilnahme an dem wissenschaftlichen Weiterbildungsprogramm sind ein Berufs- oder ein Hochschulabschluss.

Anmeldung unter https://unikims.de/de/managementprogramme-seminare/marketing-und-sales

Erprobte Checklisten aus dem Studienprogramm führen später durch die berufliche Praxis

Das Studienprogramm beginnt mit dem Markenmanagement, mit der Definition des Markenbegriffs, dem Funktionieren von Marken, der Markenidentität und dem Markenimage. Es geht um die Entwicklung eines guten Produktes und den einheitlichen Auftritt am Markt. Das sollten Selbstverständlichkeiten sein. Doch stören nicht häufig kleine, aber spürbare Unstimmigkeiten das angestrebte einheitliche Bild, etwa wenn der Text auf dem Anrufbeantworter und die Mail, die bei Abwesenheit des Adressaten versandt wird, nicht zusammenpassen. Schon auf simple Fragen - wie jene: „Was macht Ihr Unternehmen einzigartig?“ oder „Welche Messen sind für Sie von Bedeutung?“ - wissen die Befragten häufig keine Antwort. Im Studienprogramm werden die Teilnehmer mit Fragen wie diesen nicht nur konfrontiert, sondern sie werden die Antworten geben müssen. Dabei werden ihnen im Seminar und später in der Berufspraxis immer wieder Checklisten helfen, die die UNIKIMS ausgeben wird. „Das kann ich ja im Beruf wirklich benutzen“, lautet daher eine der immer wieder getroffenen Feststellungen von Seminarteilnehmern, wenn sie etwa am Rückweg von der Uni beim Einkauf in der Innenstadt festgestellt haben, dass es Currywürste gibt, die sich von anderen im Preis erheblich unterscheiden, weil sie sich – dank Kalbfleisch und Holzkohleglut – auch im Geschmack und im Markenauftritt von der Masse unterscheiden.

Nur die gute Geschichte gewinnt die Aufmerksamkeit des Kunden

Doch allein die Unterscheidung nutzt nichts, wenn der Kunde, sei es der Geschäfts- oder der Endkunde, davon nichts erfährt. Darum werden die Seminarteilnehmer in weiteren Modulen zum Beispiel mit dem Kundenbeziehungsmanagement, dem Single-, Multi- und Omnichannel-Management sowie dem B2B- und Industriegütermarketing vertraut gemacht. Ausgangspunkt der Überlegung beim Erstellen des Seminar-Curriculums ist die Tatsache, dass wir alle heute mit Botschaften überhäuft werden. Es geht um Aufmerksamkeitsökonomie des Adressaten und das Wissen, das knappe Gut der Aufmerksamkeit des potentiellen Kunden dennoch zu erheischen. Allein 4000 Werbebotschaften erreichen jeden von uns im Durchschnitt pro Tag, und vielfach werden wir mit Fakten überfordert, von eng beschriebenen Seiten und einem Verkäufer, der uns gnadenlos zu-textet. Dabei schaltet unser Gehirn einfach „ab“, oder besser „um“, wenn es überfordert wird. Wenn mehr als sieben Einzelkomponenten auf unser Gehirn einwirken, stellen wir von der expliziten, kognitiven Wahrnehmung auf die implizite, emotionale Wahrnehmung um, um überhaupt etwas zu verstehen und uns orientieren zu können. Dann kommt es auf die Bilder und die vermittelte Geschichte an, nicht auf die Daten und den Text im Detail. Dann erzählen Filme eine Botschaft, und Fotografien leiten uns über einen QR-Code in die Welt des Produktes mit neuen Impressionen, aber auch mit faktenbasierter Information, die wir dort selbstbestimmt und individuell dosiert abrufen können. Gibt es nur einen Endkunden, müssen wir diesen erreichen und am Ende gewinnen. Im B2B-Geschäft müssen wir mehr Menschen überzeugen als nur den einen Kunden, neben dem eigentlichen Entscheider zum Beispiel den Gatekeeper, also die gewissenhafte, alles abwehrende Sekretärin, den Anwender, den wir auf Englisch den User nennen, den Einkäufer und die Gruppe der „Influencer“. Für all diese Menschen gilt, dass sie von Botschaften überflutet sind. Geschäftskunden wollen also wie Endkunden emotional berührt werden und stimmige Geschichten hören.

Es gibt Worte, Zahlen und Gesten, die keiner nutzen sollte

In Zeiten der Globalisierung darf vor allem für Unternehmen im Export-Weltmeister-Land Deutschland das Internationale Marketing kein unbeschriebenes Blatt sein. Im Modul 5 macht die UNIKIMS die Seminarteilnehmer mit den Produkt- und Werbestrategien für internationale Märkte vertraut, geht auf Fehlentscheidungen im internationalen Marketing ein und unterscheidet ethno-, poly-, regio- und geozentrische Unternehmensstrategien. Das Seminar sensibilisiert die Teilnehmer darüber hinaus nicht nur gegenüber sprachlichen Fallstricken, sondern lenkt den Blick auf die gesamte Kulturdimension. Welche Farben, welche Gesten und Zahlen sind verboten? 

Was Männer in die Hand nehmen, kaufen sie auch

Im sechsten Modul geht es schließlich um das Verkaufs- und Vertriebsmanagement – von der Antike bis zur Digitalisierung. Wer, außer einer gut geschulten Verkäuferin, weiß schon, dass Männer im Bekleidungsgeschäft einen Artikel mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent kaufen, sofern er ihnen passt, und wenn sie ihn einmal in der Hand hatten? So spannend und anwendungsorientiert kann Wissenschaft sein, wenn sie richtig vermittelt wird. Das Management Programm in „Marketing und Sales“ beginnt am 10. März 2017. Die Lehrveranstaltungen finden jeweils freitags von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr und samstags von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr in der Universität Kassel statt. Nach Abschluss des Managementprogramms erhalten die Absolventinnen und Absolventen ein Zertifikat und ein Zeugnis von der Universität Kassel, die die erworbene Qualifikation einer Marketing-Ökonomin/eines Marketing-Ökonomen bescheinigen. Die Studiengebühren für das gesamte Programm betragen €1.400,00 incl. aller Prüfungskosten sowie der Studienunterlagen in elektronischer Form. Auch ist es möglich, einzelne Module zu buchen. Die Gebühren für ein Modul betragen dann €300,00. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://unikims.de/de/managementprogramme-seminare/marketing-und-sales

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