Veranstaltungen auch für Gäste geöffnet

Klimastreik an der Uni Kassel: Eine Woche mit 90 Veranstaltungen zum Klimawandel 

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Setzen sich für gutes Klima ein: Fabian Berger und Annalena Rommel vom Asta-Referat für Ökologie, Nachhaltigkeit und politische Bildung.

Ein Streik sorgt in der Regel für Stillstand. Ganz anders ist das beim Klimastreik an der Universität Kassel. 90 Veranstaltungen zum Thema Klimawandel werden angeboten.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) hat alle Dozenten für diese Woche (25. bis 29. November) dazu aufgerufen, statt ihrer regulären Themen über Klimafragen zu sprechen. Immerhin 70 Dozenten beteiligen sich und bieten gemeinsam mit externen Akteuren der Klimabewegung ein Programm von 90 Vortrags-, Seminar- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema Klimawandel an.

„Public Climate School“ nennt sich das Programm, das dabei herausgekommen ist. „Alle Veranstaltungen stehen nicht nur Studierenden, sondern allen Interessierten offen“, sagt Fabian Berger vom Asta-Referat für Ökologie, Nachhaltigkeit und politische Bildung. Die Kasseler Hochschule steht mit dieser Idee nicht alleine da. Mehr als 40 Universitäten veranstalten derzeit Themenwochen unter dem Titel „Public Climate School“. Diese finden im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Madrid statt, die Anfang Dezember beginnt.

In Kassel sind Wissenschaftler aus fast allen Disziplinen dem Asta-Aufruf gefolgt. Wobei sich die Fachgebiete Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung (ASL), Gesellschaftswissenschaften und Bau- und Umweltingenieurwesen am stärksten eingebracht haben. „Nur die Kunsthochschule hat sich leider nicht beteiligt“, bedauert Berger.

Vorträge der Public Climate School zu verschiedenen Themen

Die Veranstaltungen der „Public Climate School“ reichen von Vorträgen über nachhaltige Verkehrsmittel und Biodiversität bis hin zum Zusammenhang von Entwicklungshilfe und Klimawandel. Auch Filme werden gezeigt. Neben den Hochschuldozenten werden auch externe Akteure das Angebot ergänzen. Diese kommen unter anderem vom Bündnis „Kassel kohlefrei“ dem Verein „Essbare Stadt“ sowie den Initiativen Klimagerechtigkeit Kassel (KligK) und Extinction Rebellion.

Berger vom Asta freut es besonders, dass sowohl das Uni-Präsidium der einwöchigen Aktion wohlwollend gegenüberstehe, als auch das Studierendenwerk seinen Beitrag leiste. „Das Studierendenwerk wird eine Woche lange keine To-Go-Becher rausgeben“, sagt Berger.

Höhepunkt der Klima-Streik-Woche ist die Großdemonstration am Freitag. Diese wird von der Schülerbewegung „Fridays for Future“ organisiert und startet um 12 Uhr am Hauptbahnhof. Um 11 Uhr werden sich bereits Vertreter der Hochschule vor der Zentralmensa versammeln, um zum Hauptbahnhof zu laufen. Ein Ableger der Bewegung „Students for Future“ ist laut Berger an der Universität Kassel derzeit noch in Gründung.

„Ziel unserer Aktionen ist es, die Politik endlich zum Handeln zu bewegen. Es ist gut denkbar, dass wir die Klima-Streikwoche wiederholen“, so Berger.

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