Viele Gebäude aus den 1980er-Jahren müssen renoviert werden

Sanierungsstau an Uni Kassel: 84 Millionen Euro nötig

Die Uni Kassel schiebt einen millionenschweren Sanierungsstau vor sich her. Viele Hochschul-Gebäude sind in die Jahre gekommen und müssen renoviert oder modernisiert werden.

Die Bauabteilung der Uni beziffert den Sanierungsbedarf in einer aktuellen Aufstellung mit knapp 84 Mio. Euro. Bis die Liste abgearbeitet ist, wird ein langer Atem nötig sein: Die baulich-technische Instandsetzung der Gebäude muss aus dem laufenden Haushalt der Uni finanziert werden. Pro Jahr sind 3,7 Mio. Euro dafür eingestellt.Die Uni verfügt über 105 Gebäude an acht Standorten, dazu gehören auch die Liegenschaften in Witzenhausen und die Staatsdomäne Frankenhausen. Viele der Bauten auf dem zentralen Campus am Holländischen Platz nutzt die Hochschule seit über 30 Jahren. Die Liste der Aufgaben reicht von der Fassadensanierung über die Renovierung von Innenräumen bis zur Erneuerung von Lüftungs- oder Elektroanlagen.

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„Der Zustand der Gebäude ist nicht dramatisch“, sagt Klaus Sausmikat, Leiter der Bauabteilung der Uni. Es handele sich überwiegend um typische Instandsetzungsarbeiten, die bei längerer Nutzung eines Gebäudes eben anfielen. Was in der Bestandsaufnahme aufgelistet sei, müsse nicht alles sofort erledigt werden. Es werde wohl 10 bis 20 Jahre dauern, alles abzuarbeiten, sagt Sausmikat. Gleichzeitig werden immer neue Sanierungsfälle hinzukommen. „Es ist eine Sisyphos-Aufgabe.“

In den 84 Mio. Euro nicht inbegriffen ist die Sanierung der Kunsthochschule. Hier rechnet die Uni zusätzlich mit Kosten von 15 Mio. Euro. Das Geld dafür hofft die Uni über die Neuauflage des Hochschul-Bauprogramms „Heureka“ vom Land Hessen zu bekommen. Die Verhandlungen darüber laufen noch. Ingesamt will Kassel 200 Mio. Euro in Wiesbaden herausschlagen. Damit soll auch der Umzug der Naturwissenschaften vom Standort Oberzwehren an den zentralen Uni-Campus realisiert werden.

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