Student für eine Woche

200 Schüler nutzen Schnupperstudium der Universität Kassel zur Orientierung

Sind begeistert vom Schnupperstudium: Meike Gumbel, Selina Javadi, Laura Schubert (vorne, von links), Konstantin Thüre, Ann-Kathrin Nothnagel, Theresa Voigt (Mitte), sowie Fabian Range, Organisator Thomas Haubrich und Niklas Benderoth (hinten). Foto: Mennecke

Kassel. 200 Schüler aus der Region schnuppern in dieser Woche Uni-Luft. Noch bis Freitag nehmen sie an der Kasseler Hochschule auf Probe an Seminaren und Vorlesungen teil.

Dadurch sollen sie sich ein besseres Bild von den Inhalten und Anforderungen der Studiengänge machen, die für sie nach dem Abitur infrage kommen. Was für die jungen Leute eine Entscheidungshilfe ist, stellt für die Uni auch ein Instrument dar, um späteren Studienabbrüchen vorzubeugen.

Thomas Haubrich von der Abteilung Studium und Lehre organisiert das Schnupperstudium an der Uni Kassel. Die Aktion findet seit 2005 immer im Januar statt. „Die Schüler können aus 40 Studiengängen auswählen und so einen umfassenden Einblick erhalten“, sagt Haubrich.

Meike Gumbel, Schülerin der Wilhelm-Filchner-Schule Wolfhagen, findet die Woche ideal, um „das Studentenleben kennenlernen zu können. Wie der Tag und das Lernen ablaufen, wusste ich noch nicht“, sagt die 17-Jährige. Dem stimmt Selina Javadi (18, Kassel) zu: „Wir bekommen hier gezeigt, wie es nach der Schule weitergehen kann.“

Eigenorganisation gefragt

Dass man dabei mehr eigene Verantwortung übernimmt, stellt Konstantin Thüre fest: „In der Uni muss man Seminare und das Lernen an sich selbst organisieren, dafür kann man das lernen, was man möchte. Das finde ich zielführender als in der Schule“, sagt der 16-Jährige aus Elbenberg.

Die fünf Tage auf dem Campus finden viele Schüler hilfreich. „Ich habe mich für Mathe-Vorlesungen entschieden, um den Unterschied zwischen der Schulmathematik und der der Universität herauszufinden“, erzählt Ann-Kathrin Nothnagel (18, Niestetal). Die Antwort hat sie in Vorlesungen und Übungsstunden bekommen. Fabian Range (17, Nieste) schwankt noch zwischen mehreren Fächern. „Das Schnupperstudium hilft mir, die einzelnen Studiengänge kennenzulernen und mich so für einen zu entscheiden.“

„Das Angebot für Schüler hat zum Ziel, dass sie eine fundierte Entscheidung für einen Studiengang treffen können“, berichtet Thomas Haubrich. Die Rückmeldungen der Schüler aus den vergangenen Jahren zeigten, dass das Angebot richtig und wichtig sei. Nebeneffekt sei, dass sich viele der Schüler direkt für die Kasseler Universität entscheiden.

Sechs Schulen sind dabei

Am Schnupperstudium nehmen aus Kassel das Friedrichsgymnasium, die Herderschule, die Friedrich-List-Schule und die Paul-Julius-von-Reuter-Fachoberschule teil sowie die Wilhelm-Filchner-Schule (Wolfhagen) und die Theodor-Heuss-Schule (Homberg/Efze). Weitere Schulen können sich laut Haubrich gern anschließen. Kontakt: Thomas Haubrich, E-Mail: haubrich@uni-kassel.de, Tel. 0561/804 3598.

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