Mit Präsident Postlep gehen auch zwei langjährige Vize-Präsidenten – Nur Prof. Hänlein bleibt im Amt

Uni-Spitze wechselt fast komplett

Kassel. Im Oktober bricht an der Uni Kassel eine neue Ära an: Die Führungsmannschaft der Hochschule stellt sich dann fast komplett neu auf.

Nicht nur der langjährige Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep wird Kassel Ende September verlassen. Mit ihm legen auch zwei der drei Vizepräsidenten ihr Amt nieder. Der Posten des Kanzlers, der ebenfalls der Hochschulleitung angehört, ist bereits seit vergangenem Oktober vakant und muss neu besetzt werden.

Der künftige Präsident Prof. Reiner Finkeldey wird also nicht auf die Erfahrung eines eingespielten Teams an der Uni-Spitze zurückgreifen können, wenn er im Oktober sein Amt antritt. Einzig Prof. Andreas Hänlein, der seit 2011 Vizepräsident der Uni ist, hält dann noch die Stellung im Präsidium. Er wolle beim bevorstehenden personellen Wechsel die Kontinuität sicherstellen, teilte Hänlein auf Anfrage der HNA mit. „Ich sehe es auch als meine Aufgabe an, meinen Erfahrungsschatz der bisherigen Tätigkeit des Präsidiums weiterzugeben.“

Seine beiden Kollegen Prof. Claudia Brinker-von der Heyde und Prof. Martin Lawerenz, deren Amtszeit zum Oktober turnusgemäß endet, werden hingegen ihre Plätze in der Führungsetage der Hochschule räumen. Beide waren seit 2009 Vizepräsidenten. Während Lawerenz sich wieder voll der Forschung und Lehre in seinem Fachgebiet Strömungsmaschinen widmen will und daher nicht für eine dritte Amtszeit zur Verfügung steht, geht die Germanistin Brinker-von der Heyde mit Ablauf des Wintersemesters 2015/16 in den Ruhestand. Nach 16 Jahren als Professorin in Kassel kehrt sie dann in ihre Heimat, die Schweiz, zurück.

Nachfolger für die beiden ausscheidenden Vizepräsidenten werden voraussichtlich erst auf Vorschlag des neuen Präsidenten vom Erweiterten Senat gewählt, teilte ein Sprecher der Hochschule mit. Einen Zeitplan oder potenzielle Kandidaten gebe es noch nicht.

Das Kanzlerbüro wird im Oktober hingegen wahrscheinlich wieder besetzt sein: Die Stelle war nach dem Ausscheiden von Dr. Robert Kuhn, der mit seiner Amtsführung innerhalb der Hochschule massiv angeeckt war, neu ausgeschrieben worden. Die Auswahl ist noch Sache von Uni-Präsident Postlep, der sich dazu derzeit von einer Kommission beraten lässt. In den kommenden Wochen will er eine Entscheidung treffen. Noch im Frühjahr soll der neue Kanzler dann anfangen. So bleiben noch einige Monate Einarbeitungszeit bis zum großen Wechsel im Präsidium.

Von Katja Rudolph

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