Bald Baulärm in der Bib

Während Sanierungsphase nur 150 Arbeitsplätze in Unibibliothek frei

Größter Bau auf dem alten Campus: Die drei sich zum einem Dreieck zusammenschließenden Gebäudeteile der Zentralbibliothek am Holländischen Platz werden bis zum Wintersemester 2018/19 saniert. Der Betrieb geht dennoch weiter. Foto: Fischer/skypic

Kassel. In der Uni-Bibliothek hat das große Packen schon begonnen. Bücher werden aus den Regalen auf Rollwagen verfrachtet, Garderobenschränke abgebaut, Tische und Stühle ausgeräumt: Der mittlere Gebäudeteil wird ab Mai zur Großbaustelle.

Seit 2006 steht fest, dass die Zentralbibliothek am Holländischen Platz dringenden Sanierungsbedarf hat und mehr Platz braucht. Jetzt – neun Jahre später – werden die nötigen Verbesserungen endlich in Angriff genommen. Bevor die 27 000 Nutzer davon profitieren können, heißt es allerdings dreieinhalb Jahre lang Zähne zusammenbeißen. Während der Bauzeit wird der Betrieb zwar weitergehen, aber mit spürbaren Einschränkungen.

Im jetzt beginnenden ersten Bauabschnitt wird der mittlere Teil des Gebäudekomplexes, der von oben wie ein dreiblättriges Kleeblatt aussieht, saniert. Alles was dort untergebracht ist, muss für die einjährige Bauphase in die beiden benachbarten Flügel umziehen. „Wir müssen alle zusammenrücken“, sagt Dr. Axel Halle, Leiter der Uni-Bibliothek.

Nach dem mittleren Gebäudeteil kommen ab 2016 der zur Mensa hin gelegene Flügel und ab 2017 der Bereich, der zum Holländischen Platz ausgerichtet ist, an die Reihe. Jeweils ein Drittel des Gebäudes kann während der Bauzeit also nicht genutzt werden.

Daher reduziert sich die Zahl der Arbeitsplätze in der Bibliothek drastisch: Statt 750 Plätzen werden voraussichtlich maximal 150 zur Verfügung stehen. Der Baubereich soll mit Schallwänden abgeschottet werden, um Lärmbeeinträchtigungen für die Nutzer so gering wie möglich zu halten. Neben Studenten und Uni-Angehörigen nutzen auch 12 000 Externe die Bibliothek.

Nach dem dem Umbau, der im Herbst 2018 abgeschlossen sein soll, wird die Bibliothek nicht nur über mehr Platz und fast doppelt so viele Nutzer-Arbeitsplätze verfügen wie bisher, sondern auch übersichtlicher gestaltet sein. Flächen in den Randgebäuden, die bisher von Fachbereichen genutzt wurden, werden der Bibliothek zugeschlagen. Statt des derzeit beengten Eingangsbereichs, der wie ein Nadelöhr wirkt, gibt es dann einen großzügigen Vorbau mit zwei Drehtüren.

Eigentlich hätte die Bibliothek auch gern eine Cafeteria im Innenhof des Kerngebäudes eingerichtet. Das hat das Land Hessen, das den 20 Millionen Euro teuren Umbau finanziert, abgelehnt. „Damit hinken wir hinter anderen vergleichbaren Bibliotheken leider hinterher“, sagt Bibliotheksleiter Halle.

Aktuelle Infos zum Umbau gibt es ab sofort und während der gesamten Bauzeit unter http://blog.ub.uni-kassel.de/bau

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