Amtseinführung vor 300 Gästen

Uni Kassel hat neuen Präsidenten:  Finkeldey in Amt eingeführt

Viele gratulieren: Staatssekretär Ingmar Jung, Uni-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey und Festredner Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, der von 1975 bis 1980 der zweite Präsident der Uni Kassel war.     Weitere Bilder gibt es unter http://zu.hna.de/finkeldey Foto: Fischer

Kassel. Seit einem Monat steht Prof. Dr. Reiner Finkeldey an der Spitze der Universität Kassel. Mittwoch ist der neue Präsident bei einem Festakt im Campus Center offiziell in sein neues Amt eingeführt worden.

Als Willkommensgeschenk erhielt der Forstwissenschaftler von seinen Präsidiumskollegen einen kleinen Baum als Geschenk überreicht.

Dass der neue Präsident längst erste Wurzeln in Kassel geschlagen hat, merkte man während seiner Antrittsrede: „Unsere Universität“ und „unsere Stadt“ kam dem 53-Jährigen, der zuvor Vizepräsident der Universität in Göttingen war, dabei schon wie selbstverständlich über die Lippen.

Finkeldey startet gewissermaßen von der Poleposition, in seine sechsjährige Amtszeit. Sein Vorgänger Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep hinterlasse ihm einen „gut aufgestellten Laden“, bescheinigte auch Staatssekretär Ingmar Jung vor 300 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Gerade angesichts der beachtlichen Entwicklung, die die Uni Kassel genommen habe, sei es gut, dass mit Finkeldey eine Persönlichkeit gefunden sei, die „mit besonnener Hand, aber auch mit einem tiefen Verständnis für Wissenschaft“ die Leitung übernehme, sagte Prof. Dr. Georg Teutsch, Vorsitzender des Hochschulrats.

24 500 Studenten zählt die Uni Kassel heute. Ziel sei, auf diesem hohen Niveau eine Konsolidierung zu erreichen und vor allem die Qualität von Studium und Lehre weiter zu verbessern, sagte der neue Präsident. Auch in der Forschung will Finkeldey die Uni vorantreiben und ihr dazu verhelfen, national und international sichtbarer zu werden. Dafür gelte es, einige Forschungsfelder herauszuheben, ohne die Breite der Forschung und Lehre einzuschränken. Besonderes Potenzial sieht der Forstwissenschaftler hier unter anderem im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung.

Dazu passte auch der Festvortrag von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, der von 1975 bis 1980 Präsident der damaligen Gesamthochschule Kassel war und heute unter anderem Ko-Präsident des Club of Rome ist. Eindringlich trug der 76-Jährige eine Wachstumskritik vor und zeigte beispielhaft auf, welchen Beitrag die Hochschulen leisten können, damit die Menschheit nicht weiter über ihre Verhältnisse lebt und die Erde restlos ausbeutet: „Wir sind unersättlich.“

Uni Kassel: Amtseinführung des neuen Präsidenten

Dass Maßlosigkeit nicht die Sache des neuen Präsidenten ist, wurde auch jenseits von Umweltfragen klar. Finkeldey stellte in charmanten Kurzporträts auch seine vier Präsidiumskollegen dem Publikum vor und formulierte viele der Ziele für die kommenden Jahre im „Wir“. Es ist ein Teamplayer, der da Wurzeln schlägt.

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