Neue Rangliste: Uni Kassel hat Stärken, aber auch viel Nachholbedarf

Kassel. Die Uni Kassel hat Stärken, aber auch gehörigen Nachholbedarf: Wenn am Dienstag der Studienführer der Zeitung „Die Zeit“ seine neue Hochschul-Rangliste veröffentlicht, werden längst nicht alle untersuchten Fachbereiche jubeln.

Während die Bachelor-Studiengänge in den Naturwissenschaften und der Mathematik auf hinteren Plätzen im deutschlandweiten Vergleich landen, schneidet die Lehrerausbildung sehr gut ab.

Gebäude der Universität Kassel: Die ZEIT stellt der Einrichtung ein durchwachsenes Zeugnis aus.

Für die Ausbildung der Sportlehrer gibt es Bestnoten: Die Uni Kassel erreicht den zweiten Platz von 48 Unis, die Pädagogen in ihren Sportinstituten ausbilden. 620 eingeschriebene Sport-Studenten profitieren von einer hervorragenden Betreuung durch die Lehrenden, hohen Praxisbezug und guten Sportstätten.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich für die Bachelor-Studiengänge in der Physik (Platz 51 von 70), Biologie (Platz 58 von 63) und Mathematik (Platz 58 von 70). Allerdings gibt es bei der Biologie und Mathematik eine Zweiteilung. Denn das Lehramtsstudium der angehenden Bio- und Mathelehrer wird gut bewertet: Platz 5 von 53 und Platz 18 von 56.

Die Informatik landet mit Platz 35 im Mittelfeld. Der Studiengang schneidet aber nur deshalb nicht schlechter ab, weil dort viel Forschungsgeld fließt. Die Studienbedingungen in Hinblick auf Betreuung und Ausstattung bewerten die Studenten als schlecht.

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Für die Untersuchung, die jedes Jahr für einzelne Fachbereiche aktualisiert wird, hat das Centrum für Hochschulentwicklung im Auftrag von „Die Zeit“ dieses Jahr sieben Studiengänge in Kassel bewertet. Dabei wurden sowohl harte Fakten, wie etwa Forschungsgeld, berücksichtigt, als auch die Studenten nach ihrem Eindruck befragt. Uni-Vizepräsident Prof. Andreas Hänlein freut sich über die Bestätigung einer sehr guten Lehrerausbildung. Die Kritikpunkte aus der Studie werde die Uni ernst nehmen, analysieren und „Konsequenzen ziehen“.

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