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Kasseler Universitätsgesellschaft löst sich als Verein auf

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Von: Katja Rudolph

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Unikims auf dem Campus der Universität Kassel
Die Universität Kassel - hier am Holländischen Platz. © Unikims GmbH

Ihre Vorläuferinstitutionen sind älter an die Kasseler Hochschule selbst – nun ist die Universitätsgesellschaft Kassel bald Geschichte.

Kassel – Die Universitätsgesellschaft Kassel (UGK) löst sich in ihrer bisherigen Form auf. Das hat die Mitgliederversammlung des traditionsreichen Fördervereins am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen.

Die Vereinsstruktur wird zum Jahresende aufgegeben, die Vereinigung der Freunde und Förderer soll in der Hochschule aufgehen. Die rund 460 Mitglieder werden künftig direkt von der Universität betreut und informiert. Pro Jahr hatte die UGK zuletzt rund 35.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen an die Hochschule und ihre Einrichtungen ausgeschüttet.

Innerhalb der Mitgliederschaft hatte es zuletzt noch Widerstand gegen die geplante Auflösung gegeben, die vereinzelt als von der Hochschule betrieben empfunden wurde (HNA berichtete). Nun sprachen sich aber 32 von 37 Abstimmenden für die Auflösung aus – bei 3 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen.

Hintergrund der neuen Strukturen ist auch, dass der langjährige UGK-Vorsitzende Andreas Fehr nicht erneut für das Amt antreten will, die Suche nach einer Nachfolge aber erfolglos bleib. Es habe sich zuletzt gezeigt, so Fehr, „dass eine lebendige Vereinsarbeit zunehmend schwierig ist und unsere Struktur für den notwendigen Generationenwechsel nicht mehr passend ist“. Zugleich betont Fehr, dass die Universitätsgesellschaft ihre Ziele erreicht habe. Die Hochschule, die voriges Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte, sei inzwischen fest in der Stadtgesellschaft und der Region verankert.

Andreas Fehr langjähriger Vorsitzender
Andreas Fehr, langjähriger Vorsitzender der Universitätsgesellschaft © Privat

Das Vermögen des Vereins in Höhe von rund 260.000 Euro geht mit der Auflösung an die Universität über. 100.000 Euro davon sollen für den Sozialfonds für notleidende Studierende zur Verfügung gestellt werden. Weitere 72.000 Euro werden in Deutschlandstipendien fließen, wobei diese Summe sich durch den Förderanteil des Bundes verdoppelt. Auch die seit Jahren von der UGK geförderten Einrichtungen wie International House, Chor und Orchester der Uni sowie das studentische Theater werden mit je 10.000 Euro bedacht.

Der gesellschaftliche Dialog mit Freunden und Fördern wird laut Uni-Kanzler Oliver Fromm auch ohne die äußere Form des Vereins im Zuge der Transferaktivitäten der Hochschule weitergeführt. Die bisherigen Mitglieder der UGK sollen künftig unter anderem über einen Newsletter über die Universität informiert und zu ihren Veranstaltungen eingeladen werden. (Katja Rudolph)

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