40.000 Euro: Unschuldig verurteilter Horst Arnold will Haftentschädigung

Darmstadt/Völklingen. Der zu Unrecht wegen Vergewaltigung verurteilter Lehrer Horst Arnold will vom Land Hessen für seine fünfjährige Haft entschädigt werden. Dem Mann stünden fast 40.000 Euro zu, sagte sein Anwalt Hartmut Lierow am Dienstag.

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Er bestätigte einen Bericht des Saarländischen Rundfunks (SR). Hinzu kämen auch entgangene Zahlungen für Versorgungsansprüche. Sein Mandant lebe heute von Hartz IV. Kasseler Richter hatten im vergangenen Juli den damals 52-Jährigen nachträglich wegen erwiesener Unschuld freigesprochen. Eine Frau hatte ihren ehemaligen Kollegen beschuldigt, sie 2001 an einer Schule im südhessischen Reichelsheim vergewaltigt zu haben. Das Landgericht Darmstadt hatte den Biologielehrer daraufhin 2002 zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Der Mann aus Völklingen (Saarland) saß die Strafe vollständig ab. Der Prozess war aber wegen neuer Beweise neu aufgerollt worden. In diesem Verfahren kam das Landgericht Kassel zu der Überzeugung, die Frau habe gelogen und die Geschichte erfunden. (dpa/rpp)

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