Neubau ersetzt Übergang Schenkebier Stanne

Unterführung am Jungfernkopf offen

Auszeichnung für mehr Sicherheit: Klaus Treptow vom ACE (links) überreichte die Goldene Weiche. Daneben stehen (von links) Thomas Fredrich, Ortsvorsteher Manuel Eichler, Baurat Christof Nolda und Klaus Vornhusen (Deutsche Bahn). Foto:  Schachtschneider

Jungernfernkopf. Eine richtige Feier soll es im Sommer geben. Das versprach Kassels Baurat Christof Nolda (Grüne). Er gab am Samstag vor 200 Besuchern zusammen mit DB-Vertreter Klaus Vornhusen und Ortsvorsteher Manuel Eichler die neue Unterführung unter der Bahnlinie an der Schenkebier Stanne (Jungfernkopf) frei. Die Rampen zum Bahnsteig sind noch nicht fertig, auch eine Station für das Leihfahrrad Konrad soll noch eingerichtet werden.

An dem Bahnübergang Schenkebier Stanne war es in den vergangenen Jahren mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen, wenn Autos zwischen den sich senkenden Schranken eingeschlossen waren. Der beschrankte Bahnübergang wurde nun ersetzt durch eine Unterführung für den Verkehr. Unter den Gästen am Samstag war auch Busunternehmer Thomas Fredrich. Er wäre im Oktober 2004 fast mit seinem Auto unter eine Regionalbahn Zug geraten, weil die Schranke defekt war. Er hat daraufhin eine Unterschriftenaktion pro Unterführung gestartet.

Den bisherigen beschrankten Überweg für Fußgänger und Radfahrer im Bereich am Wäldchen ersetzt eine Brücke in Höhe Kiefernweg. Das Sechs-Millionen-Euro-Projekt wird zu je einem Drittel finanziert von Deutscher Bahn, Bund und der Stadt Kassel. Die Gesamtkosten für die neue Unterführung betragen 5,3 Millionen Euro (reine Baukosten: vier Millionen Euro). Die Fußgängerbrücke am Kiefernweg schlägt mit insgesamt 805 000 Euro zu Buche (reine Baukosten: 450 000 Euro).

Auszeichnung vom ACE

Der Automobilclub ACE würdigt die Unterführung als ein deutliches Plus für die Verkehrssicherheit. Klaus Treptow vom Kreisvorstand Kassel/Schwalm-Eder überreichte deshalb als Anerkennung die Goldene Weiche an Baurat Nolda. (tos/rud)

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