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Kassel: Betreiber wollen Biergarten „Ahoi“ auch nach der documenta erhalten

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Nach der documenta ist hier zunächst Schluss: Die Eigentümer wollen den Ahoi-Biergarten aber grundsätzlich weiter betreiben. Archi
Nach der documenta ist hier zunächst Schluss: Die Eigentümer wollen den Ahoi-Biergarten aber grundsätzlich weiter betreiben. Archi © Andreas Fischer

Der Ahoi-Biergarten an der Fulda ist nicht nur für Besucher der documenta in diesem Sommer ein beliebter Platz geworden. Viele setzen sich für seinen Erhalt ein.

Kassel – Für viele Kasseler hat sich der neue Biergarten mittlerweile zum Treffpunkt entwickelt. Und so verwundert es nicht, dass viele Menschen sich in den vergangenen Wochen gewünscht haben, dass der Biergarten auch nach Ende der documenta erhalten bleibt. Diesen Wunsch hat auch Unternehmer Uwe Kleinkauf, dem das Gelände zusammen mit seiner Frau Kirstin Homburg-Kleinkauf seit 2020 gehört.

„Wir wollen das Gelände weiter nutzen“, sagt Kleinkauf. Allerdings werde der Biergarten nach der documenta zunächst schließen. Denn um das Gelände in der Form wie in diesem Sommer zu nutzen, müsse man erst einen neuen Antrag bei der Stadt Kassel stellen.

Zukunft von Biergarten „Ahoi“ in Kassel: Antrag bei der Stadt wird gestellt

Grundsätzlich habe man bereits eine Genehmigung, um auf dem Gelände Gastronomie und Bootsverleih betreiben zu dürfen, so Kleinkauf, der auch Miteigentümer des „Renthofs“ ist. Allerdings gelte diese Genehmigung nur für den alten gastronomischen Betrieb von Kissler. Und der habe sich 20 Meter weiter nach rechts auf dem Gelände befunden.

Um das gastronomische Angebot auf dem Areal zeitgemäß zu verändern, dafür müsse man mit der Stadt ins Gespräch kommen und sich einigen. Einen entsprechenden Antrag werde man stellen. Ob auf dem Gelände in diesem Jahr bereits ein Weihnachtsmarkt veranstaltet werden könne, sei noch unklar, so Kleinkauf. Er freue sich aber darauf, diesen „wunderbaren Ort“ weiterhin bespielen zu können. Hier hätten sich in diesem Sommer viele unterschiedliche Menschen getroffen und seien ins Gespräch gekommen. Er habe sehr viel Zuspruch erfahren.

Erhalt von Biergarten „Ahoi“ in Kassel: Positive und negative Rückmeldungen

Natürlich habe es auch Kritik gegeben, eine gewisse Lärmbelästigung der Anwohner sei dabei das Hauptthema gewesen, so Kleinkauf. „Es wäre ja auch vermessen, wenn man alle glücklich machen würde.“

„Ich bekomme positive und negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Der Ahoi-Biergarten ist ein Thema, das die Unterneustadt bewegt“, sagt Ortsvorsteherin Kerstin Linne (Grüne). Sie habe mit vielen Anwohnern der Blücherstraße gesprochen, die den Biergarten als Bereicherung betrachten. Vor allem junge Familien seien von den Spielmöglichkeiten für ihre Kinder begeistert.

Allerdings habe es von den direkten Nachbarn auch viele Beschwerden wegen der Discoveranstaltungen am Samstagabend gegeben. „Das kam nicht so gut an.“ Aber zum Glück habe ja Familie Kleinkauf reagiert. Seit August habe es diese Musikveranstaltungen nicht mehr gegeben. „Wenn der Biergarten auch künftig eine Chance haben soll, dann nur ohne laute Musik. Das funktioniert nur mit einem guten Miteinander“, so Linne. Viele Anwohner und auch sie würden sich freuen, wenn dies auf dem Gelände realisiert werde. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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