Begrenzte Besucherzahlen

Kirmes mit Maskenpflicht: Das sind die Regeln im neuen Vergnügungspark in Kassel

Hier muss man schwindelfrei sein: Sebastian Ruppert vor seinem Karussell Take Off, bei dem die Fahrgäste auf einer geneigten Scheibe gedreht werden.
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Hier muss man schwindelfrei sein: Sebastian Ruppert vor seinem Karussell Take Off, bei dem die Fahrgäste auf einer geneigten Scheibe gedreht werden.

In Kassel eröffnet am Freitag ein temporärer Freizeitpark auf der Schwanenwiese. Der Park soll ein Ersatz für Volksfeste sein, die in der Pandemie nicht stattfinden können.

Kassel – Schausteller haben seit Monaten wegen Corona keine Einnahmen. Um sie zu unterstützen, hat die Stadt Kassel das Kirmestreiben unter strengen Hygieneauflagen ermöglicht. Wir erklären das Konzept:

Der Zeitraum

„Für uns ist der Kasseler Sommerspaß eine Chance zu zeigen, dass Kirmestreiben auch unter Coronabedingungen funktioniert“, sagt Konrad Ruppert, der Vorsitzende des Schaustellerverbandes. Der Rummel findet vom 28. August bis zum 4. Oktober auf der Schwanenwiese am Großen Kreisel statt. „Wir planen seit Wochen und haben uns in ganz Deutschland Konzepte angesehen, um das Beste davon nach Kassel zu holen. „Wir haben keine Bedenken, dass es Probleme geben könnte.“

Die Öffnungszeiten

Die Kirmes ist von Mittwoch bis Samstag von 15 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags von 13 bis 22 Uhr. Die Anreise ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, die unweit des Messeplatzes an der Haltestelle „Platz der Deutschen Einheit“ halten. Zudem gibt es einen Park- and Ride-Parkplatz an der Schwanenwiese.

Die Preise

In den bisherigen temporären Freizeitparks gab es unterschiedliche Konzepte. In Dortmund wurde ein hoher Betrag angesetzt, in dem alle Attraktionen inbegriffen waren, wie in einem richtigen Freizeitpark. „Das ist von den Besuchern aber nicht gut angenommen worden“, sagt Schausteller Dennis Ruppert. „Wer in einen Freizeitpark möchte, der fährt in einen Freizeitpark und kommt nicht auf die Kirmes.“ Deshalb hat man sich in Kassel entschieden, dass der Eintritt zur Veranstaltung 1 Euro kostet. An den Fahrgeschäften muss der reguläre Fahrpreis gezahlt werden. Mittwochs ist Familientag, für den die Veranstalter mit ermäßigten Preisen werben.

Die Besucherzahl

Insgesamt sind 3000 Besucher zum Sommerspaß auf dem Messeplatz erlaubt. Ab 2000 Personen gilt allerdings eine generelle Maskenpflicht. „Wir machen Durchsagen und weisen die Besucher daraufhin“, sagt Holger Berger, der stellvertretende Vorsitzende des Schaustellerverbandes. Der Sicherheitsdienst kontrolliere, ob die Masken getragen würden.

Das Konzept

Die Anzahl der Buden und Fahrgeschäfte ist reduziert worden, sodass die Laufwege deutlich breiter sind als bisher beim jährlichen Frühlingsfest. Die Daten der Besucher werden an zwei Kassenhäuschen entweder auf Papier oder mit einem QR-Code über das Handy erfasst. Zudem gibt es Einlasskontrollen, um zu wissen, wie viele Besucher auf dem Gelände sind. Auch im Eingangsbereich sind weitere Flächen geschaffen worden, um zu gewährleisten, dass die Abstände auch dort eingehalten werden können.

Die Laufrichtung

Auf dem Messeplatz ist für die Besucher eine feste Laufrichtung vorgegeben. Markierungen auf dem Boden und entsprechende Absperrungen dienen zur Orientierung. „Außerdem richten wir zusätzliche Verweilzonen ein“, erläutert Konrad Ruppert. Der Eingang befindet sich am Großen Kreisel, der Ausgang am Waldauer Fußweg.

Macht letzte Reinigungsarbeiten: Oliver Jähn vor seinem Fahrgeschäft Laser-Pix.

Die Hygieneregeln

Am Eingang und in der Mitte des Platzes gibt es sanitäre Einrichtungen, an denen sich die Besucher die Hände waschen können. Zudem müssen die Betreiber von Buden und Fahrgeschäften ausreichend Desinfektionsmittel bereitstellen.

Die Attraktionen

Unter den Attraktionen sind beispielsweise das Kasseler Weihnachtsmarkt-Riesenrad, der Frisbee, eine Familienachterbahn und „Jekyll & Hyde“. Während der Fahrt in den Karussells gilt teilweise Maskenpflicht, wenn die Abstände aufgrund der Bauart der Fahrgeschäfte nicht eingehalten werden kann. Auch beim Anstehen muss eine Maske getragen werden. „Riesenräder stehen in diesem Sommer oft auf privaten Flächen oder an Stränden und können sich so finanzieren“, erklärt Konrad Ruppert. „Bei Karussells ist das nicht möglich, deshalb sind viele Betreiber froh, dass sie noch mal die Chance bekommen. Für viele ist es die erste Veranstaltung und damit auch die erste Einnahmemöglichkeit in diesem Jahr.“ (Kathrin Meyer)

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