Auf der Schwanenwiese am Platz der deutschen Einheit

Neue Fahrgeschäfte: Frühlingsfest in Kassel ab Freitag

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Ab Freitag geht’s rund: Das Eingangsschild des Kasseler Frühlingsfests steht und auch die meisten Attraktionen sind fast vollständig aufgebaut. Auf die Besucher warten über 50 Geschäfte.

Kassel. Die meisten Geschäfte stehen, vereinzelt wird schon festliche Musik gespielt und die Wetteraussichten sind auch erfreulich: Am Freitag, 13. März, wird das diesjährige Frühlingsfest Kassel auf der Schwanenwiese am Platz der deutschen Einheit um 15 Uhr eröffnet.

Über 50 Geschäfte sollen die Besucher anlocken.

Die Veranstalter des Schaustellerverbands Kassel-Göttingen e.V. freuen sich besonders über eine neue Kinderattraktion und drei neue Fahrgeschäfte. Die Familienachterbahn „Doggy Dog“, die 42 Meter hohe Attraktion „Jekyll and Hyde“ und das Fahrgeschäft „Skipper“ sind dieses Jahr erstmalig dabei. Für Kinder wird es ein Wasserbecken zum „Beach-Walking“ geben, bei dem sie in großen Bällen über das Wasser laufen können.

Eine weitere Premiere: Ab 20 Uhr legt DJ Belay am 13. März an der Ecke „Frisbee“ und „Autoscooter“ bei der ersten Frühlingsfest-Clubnight auf. Am Samstag, 14. März, gibt es dann um 22 Uhr ein Feuerwerk. Außerdem kosten alle Fahrpreise mittwochs am Familientag immer nur die Hälfte und donnerstags gibt es abends beim „Ladies Evening“ Ermäßigungen für die Frauen.

Mindestlohn-Problematik

Ein wichtiges Thema vor der Eröffnung ist für die Schausteller der Mindestlohn. „Man kann nicht alles auf die Gäste umlegen. Familienpreise sind das A und O, sonst kommen die Besucher nicht“, sagt Michael Zinnecker, Betreiber der Familienachterbahn „Doggy Dog“. Durch die Einführung des Mindestlohns vom 1. Januar 2015 müssen auch die Schausteller pro Stunde 8,50€ an ihre Mitarbeiter zahlen. Michael Zinnecker äußert sich nur ungerne dazu, er hoffe auf eine Gesetzesänderung. Es sei ein harter Job und die mit dem Mindestlohn einhergehende strikte Dokumentationspflicht der Arbeitszeiten aller Mitarbeiter bedeute wesentlich mehr Arbeit.

Den Mindestlohn habe Imbiss- und Festzeltbetreiber Daniel Asmuß vorher auch schon gezahlt, weshalb das für ihn kein Problem sei. Doch der zusätzliche Aufwand durch die genaue Dokumentation der Arbeitszeiten störe auch ihn.

Zusätzliche Büroarbeit

„In einem kleinen Betrieb wie meinem fällt diese Aufgabe auf mich ab, da ich die Buchführung mache. Das ist neben der Hauptarbeit kaum zu schaffen“, sagt Asmuß. Er habe mehrere Geschäfte zeitgleich auf verschiedenen Festen stehen und sei dort abwechselnd. Daher müsse er darauf vertrauen, dass seine Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten richtig eintragen. „Ich hafte aber für fehlerhafte Angaben, auch wenn ich sie nicht eingetragen habe. Das muss sich ändern, denn bei mehreren Standorten ist eine gewissenhafte Kontrolle durch eine Person unmöglich“, merkt der 46-Jährige an. Trotzdem freuen sich die Schausteller auf das Fest und vor allem auf die Gäste.

Bis zum 29. März geht das Fest und ist mittwochs und am Wochenende ab 14 Uhr und sonst ab 15 Uhr geöffnet.

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