Neustart am Freitag im Außenbereich

Fullepavillon mit Biergarten und neuen Betreibern

Neustart vorerst auf dem Außengelände: (Von links) die Betreiber Bastian Gerke, Pascal „Paco“ Mock und Ersan Demirsoy (DJ Demiro) vor dem Fullepavillon.
+
Neustart vorerst auf dem Außengelände: (Von links) die Betreiber Bastian Gerke, Pascal „Paco“ Mock und Ersan Demirsoy (DJ Demiro) vor dem Fullepavillon.

Die Crew der aufstrebenden Kasseler Gastro-Kette Paco‘s Tacos hat den Fullepavillon gekauft und will ihn zum American Diner mit Burger-Angebot umgestalten.

Kassel – Gastronomischer Neustart für ein charmantes kleines Baudenkmal nahe der Fuldabrücke: Der Fullepavillon hat neue Betreiber und wird am Freitag (4. Juni 2021) zunächst als Biergarten unter den Beuys-Bäumen mit Burger-Imbissprogramm in Betrieb gehen. Für Originalität und Szenestimmung steht dabei die Crew der aufstrebenden Kasseler Gastrokette Paco’s Tacos als neue Eigentümer des Flachdach-Häuschens aus der Wirtschaftswunderzeit.

Das Projekt habe sich binnnen weniger Wochen recht spontan ergeben, sagt Paco’s-Tacos-Mitgesellschafter Bastian Gerke, der auf der gegenüberliegenden Seite der Leipziger Straße ein Versicherungsbüro betreibt. Die bisherige Wirtin, die den Pavillon 2018 gekauft und renoviert hatte, habe sich aus privaten Gründen von der Immobilie trennen wollen. Die Macher von Paco’s Tacos griffen zu und überlegten sich ein Konzept, das nicht auf den Texmex-Speisen ihres Kerngeschäfts basiert, sondern dem besonderen Charakter des Ortes Rechnung trägt.

„Wir machen daraus ein klassisches American Diner“, sagt Pascal „Paco“ Mock und skizziert eine Fülle von Gestaltungsideen fürs Innere des Fullepavillons. Der solle seinen Namen behalten, nur ergänzt um den Untertitel „Burgers and Beer“.

Damit ist auch schon das Speisekarten-Angebot umrissen, das laut Paco „aufs Wesentliche reduziert und ohne Schnickschnack“ sein soll. Den gastronomischen Neigungs-Latino nervt es, dass die Trend- und Lieblingsspeise Burger vielerorts allzu aufgedonnert und in teils absurden Varianten angeboten wird.

Paco: „Bei uns wird es einen Hamburger und einen Cheeseburger geben, gute Fries dazu, fertig.“ Zur Wahl stünden nur die hochwertigen Rindfleischsorten (Angus, Wagyu oder Irish Beef), aus denen die Burger-Patties vor Ort jeweils frisch produziert werden sollen. Auf dem Außengelände wird man die bereits ab Freitag ordern können.

Dort bereitet das neue Team des Fullepavillons derzeit mit Hochdruck alles fürs Biergartenvergnügen mit rund 80 Plätzen vor. Wie in diesen Zeiten erforderlich können Gäste vorerst nur mit Reservierung sowie Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene mit negativem Schnelltest kommen. Auf einer neuen Website fullepavillon.de soll das ab sofort möglich sein.

Für einen Biergartenbetrieb am Holzmarkt habe die Stadt grünes Licht gegeben – „sonst hätten wir das hier nicht gemacht“, sagt Paco auch schon mit Blick auf die kommende documenta. Über die kalte Jahreszeit solle dann das Innere des Pavillons nach dem neuen Konzept hergerichtet werden. Der Hauptgastraum werde als „begehbares Kunstwerk“ komplett im Pop-Art-Stil wie auf den Rasterpunkt-Gemälden von Roy Lichtenstein gestaltet, dafür arbeite man mit Juliane Hebeler und Fernando Vargas von den „Aesthetischen Werken“ am Königstor zusammen.

Den vorderen Wintergarten zur Leipziger Straße hin wollen die neuen Betreiber in Kooperation mit dem Berliner Startup „Infarm“ zum vertikalen Gewächshaus ausbauen – und dort mit Hingucker-Effekt ständig frische und ökologisch erzeugte Salatsorten und Kräuter für ihre Burger ernten. (Axel Schwarz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.