Anwohner und Ortsbeirat kritisieren die Situation auf dem Unterneustädter Kirchplatz

Gefährliches Parken

Immer mehr Falschfahrer: Beim Rückwärtsausparken am neuen Seniorenzentrum schlagen viele Autofahrer auf der Einbahnstraße die falsche Richtung ein. Der Ortsbeirat fordert deshalb, Parken nur in Fahrtrichtung zu ermöglichen. Foto:  Kothe

Unterneustadt. Die Parkplatzsituation auf dem Unterneustädter Kirchplatz wird von den Anliegern und den Mitgliedern des Ortsbeirates Unterneustadt heftig kritisiert.

Vor allem, dass die Parkplätze – ohne Rücksprache mit dem Ortsbeirat - als Stirnparkplätze angelegt wurden. Das heißt, dass Nutzer in der Regel vorwärts ein- und rückwärts ausparken. Das störe den Verkehrsfluss nachhaltig. Auch die Zahl der Falschfahrer habe zugenommen.

„Trotz deutlicher Beschilderung ordnen sich Verkehrsteilnehmer nach dem Ausparken falsch in die Einbahnstraße ein“, sagt Ortsvorsteher Joachim Schleißing (Grüne). Das sei gefährlich für Autofahrer, Radler und Fußgänger.

Besonders Kinder und Ältere würden gefährdet, die vom Seniorenzentrum oder den umliegenden Schulen kommend, den Platz passieren. „Das können wir nicht hinnehmen. Wir halten es für notwendig, dass dort in Fahrtrichtung ein- und ausgeparkt werden kann.“ Deshalb fordern die Kommunalpolitiker aller Fraktionen den Magistrat der Stadt Kassel auf, das Parken nur in Fahrtrichtung zu ermöglichen.

Kurzzeitparken gefordert

Des Weiteren fordert der Ortsbeirat auf dem Platz zudem eine Kurzzeitparkzone. Auch die Notfallversorgung für das Seniorenzentrum Unterneustadt hält Schleißing für unzureichend. „Die Einrichtung eines Stellplatzes für Krankentransporte und den Lieferverkehr vor dem Haupteingang des Seniorenzentrums Unterneustadt ist unabdingbar.“

Ein weiterer Punkt der moniert wird: die Zugänglichkeit der KVG-Haltestelle „Unterneustädter Kirchplatz“ für Menschen mit Handicap. „Auch nach dem Umbau muss noch einiges verbessert werden“, sagt Schleißing. Auch die Querungsmöglichkeiten der Leipziger Straße für Fußgänger und Radfahrer ließen zu wünschen übrig. „Zu unübersichtlich, zu riskant“, urteilt Schleißing. Es müsse möglich sein, die gesamte Straße in einem Zug zu überqueren. „Das ist zurzeit nur in einem unangemessen zügigen Schritttempo möglich.“

Von Helga Kristina Kothe

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