Bisher 40 Anfragen für Haus- und Hofprogramm

Für Gartentraum gibt es Geld von der Stadt Kassel

Haus- und Hofprogramm der Stadt Kassel fördert Grundstückseigentümer,die entsiegeln, Fassaden sanieren oder Wohnraum schaffen. Erste Förderzusage an Sinnathurai (vorn links) und Thambipillai Selvachandran in der Wallstraße 7. Hinten von links Volker Mohr (Leiter des Amts für Stadtplaunung, Baaufsicht und Denkmalschutz) und Architektin Silvia Bartnik.
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Alte Lagerhalle soll zum Garten werden: Sinnathurai und Thambipillai Selvachandran (vorn, von links) bekommen dafür Fördergeld. Hinten von links Volker Mohr (Leiter Stadtplanungsamt) und Architektin Silvia Bartnik.

Die Stadt Kassel fördert Sanierungsprojekte auf Privatgrundstücken im Kasseler Osten. Für das erste Bauvorhaben in der Unterneustadt gab es jetzt Geld.

Unterneustadt/Bettenhausen – Aus einem früheren Handwerksfirmenhof an der Wallstraße in der Unterneustadt soll ein grüner Garten mit Gemüsebeeten werden. Thambipillai Selvachandran freut sich schon auf eine Menge Bohnen und Auberginen, die sie dort ernten will. 2005 hatten die Selvachandrans das betagte Wohnhaus samt Nebengebäude erworben.

Jetzt machen sie sich daran, das Grundstück zu einem kleinen Paradies zu gestalten. Dabei hilft die Stadt Kassel mit Fördergeld aus dem Haus- und Hofprogramm, das für Bettenhausen und die Unterneustadt aufgelegt wurde. Die frühere Lagerhalle einer Malerfirma, die an das Wohnhaus angrenzt und schon lange leer stand, ist schon zu großen Teilen abgerissen. Auch die asphaltierten breiten Zufahrtsflächen rundum werden zugunsten der Gartengestaltung weichen.

Nach Auskunft von Architektin Silvia Bartnik, die das Paar durch das Projekt begleitet, kostet die Entsiegelung an die 70 000 Euro. Davon kommen etwa 17 000 Euro Fördergeld aus dem Haus- und Hofprogramm herein.

Die Selvachandrans an der Wallstraße seien die ersten Eigentümer, denen für ihr Entsiegelungsvorhaben ein solcher Zuschuss bewilligt wurde, sagte Stadtplanungsamtsleiter Volker Mohr bei einem Ortstermin. Seit März dieses Jahres ist die Antragstellung möglich, in den vergangenen Monaten seien rund 40 Beratungsgespräche mit Eigentümern geführt worden. Mehrere weitere Zuwendungsvereinbarungen in der Unterneustadt stünden kurz vor dem Abschluss.

Mohr sagte, er hoffe, dass Eigentümer trotz der derzeit schwierigen Corona-Situation die Beratung und Förderung weiterhin annehmen. Es lohne sich für sie, auch anfallende Architekten- und Ingenieurleistungen würden durch das Förderprogramm unterstützt. Dieses hat für Vorhaben in Bettenhausen und der Unterneustadt noch eine Laufzeit bis 2026.

Förderprogramm im Kasseler Osten läuft bis 2026

Mit dem Haus- und Hofprogramm soll die Attraktivität der geförderten Stadtteile als Wohnstandort gestärkt werden. Für Baumaßnahmen an Wohngebäuden und privaten Grundstücken gibt es Zuschüsse bis zu 20 000 Euro, wenn etwa Zugänge barrierefrei gemacht, Fassaden aufgewertet, Freiflächen entsiegelt und begrünt oder energetische Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Grundstückseigentümer und Architekten können sich beim Fördergebietsmanagement, das die Stadt Kassel eingesetzt hat, beraten lassen. Nähere Informationen gibt es hier. (Axel Schwarz)

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