Bis zur documenta im Juni soll alles fertig sein

Kanalbau an der Leipziger Straße in Kassel: Keine Zeit für Winterpause

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Die neuen Rohre liegen bereit: Der Kanalbau an der Leipziger Straße geht auch in den Wintermonaten voran. Die Verzögerungen aus dem vergangenen Jahr sind mittlerweile wieder aufgeholt.

Kassel. Auf anderen Großbaustellen im Stadtgebiet ruhen die Arbeiten im Winter. Der Kanalbau an der Leipziger Straße geht dagegen nahezu ohne Pause voran.

Lediglich über die Feiertage gab es ein paar Tage Unterbrechung. Der Erfolg kann sich sehen lassen. „Wir sind sehr gut vorangekommen“, sagt Bauleiter Jochen Feldle von Kasselwasser.

Das ist auch dringend nötig, denn bis vor wenigen Monaten hat die Leipziger Straße bei den Kanalbauern noch für große Befürchtungen gesorgt. Entgegen allen Prognosen nach diversen Probebohrungen waren die Bodenverhältnisse deutlich schwieriger als erwartet. Wahrscheinlich gab es im Bereich zwischen dem Kreisel (Platz der Deutschen Einheit) und der Sandershäuser Straße früher einen größeren Wasserlauf. Jedenfalls sind die Bauleute auf Schwemmsand gestoßen, der zusammen mit dem ohnehin oberflächennahen Grundwasser für eine äußerst instabile Mischung gesorgt hat. Für Kassel sei das absolut ungewöhnlich, sagt Bauleiter Feldle. Die größte Schwierigkeit: Es war kaum möglich, das Wasser in der Baugrube des Kanals abzusaugen, ohne dass Sand nachgeflossen ist.

Dieses Problem haben die Bauleute mittlerweile mit Unterstützung einer Duisburger Spezialfirma in den Griff bekommen. Seit dem Herbst vergangenen Jahres sind die Stollen, die unter den Gleisen der Straßenbahn gebaut wurden, deutlich gewachsen. Insgesamt handelt es sich um vier Tunnel für die Kanäle, die in Höhe des Ölmühlenwegs und am Rand des Kreisels gebaut wurden. Die Stollen sind bis zu 55 Meter lang.

Wieder im Zeitplan

Die Vorgabe, bis zur documenta mit der Baustelle fertig zu werden, erscheint mittlerweile wieder realistisch. „Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen“, sagt der Bauleiter. Die nächste größere Etappe beginnt im März. Dann wird die Baustelle vor dem Kreisel auf die andere Seite der Leipziger Straße verlegt. An der Verkehrsführung ändert sich grundsätzlich wenig. Die Leipziger Straße bleibt bis Juni ab dem Kreisel stadtauswärts gesperrt. Die Umleitung ist über die Dresdener Straße ausgeschildert.

Bis Juni Umleitung: Der Abzweig vom Kreisel zur Leipziger Straße bleibt gesperrt.

Lediglich die Erschließung des Unterneustädter Quartiers rund um die Yorckstraße läuft anders. Die erfolgt dann wieder über die Leipziger Straße stadteinwärts. Die Umleitung über den Messeplatz entfällt. Hier findet wie gewohnt im März die Messe statt.

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