Polizeitaucher im Einsatz

Taucher suchen Tatwaffe in der Fulda: Polizei stellt Funde vor

Aus der Fulda gefischt: Bei der Suche nach einer Waffe stießen Taucher der Bereitschaftspolizei Niedersachsen gestern auf fünf E-Scooter und zwei Geldkassetten.
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Aus der Fulda gefischt: Bei der Suche nach einer Waffe stießen Taucher der Bereitschaftspolizei Niedersachsen gestern auf fünf E-Scooter und zwei Geldkassetten.

Polizeitaucher haben am Mittwoch eine Tatwaffe in der Fulda in Kassel gesucht. Gefunden haben sie die Waffe nicht. Dafür fünf E-Scooter und zwei Geldkassetten.

Update vom Donnerstag, 12.11.2020, um 16 Uhr: Die Tatwaffe, die die Polizei im Zuge des Ermittlungsverfahrens wegen der Schüsse auf der Friedrich-Ebert-Straße am Mittwoch und Donnerstag in der Fulda gesucht hat, ist nicht gefunden worden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz förderten die Taucher der Polizei Niedersachsen stattdessen einige andere Gegenstände aus dem Wasser: Fünf E-Scooter, drei Geldkassetten, eine Geldbörse, eine Schreckschusswaffe sowie Unrat. Die Überprüfung, bei welchen der Gegenstände es eine Verbindung zu Straftaten geben könnte, dauern nun an.

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu der Herkunft der Gegenstände geben können unter Tel. 05 61/9100.

Erstmeldung vom Mittwoch, 11.11.2020, um 18 Uhr: Kassel - Eigentlich waren Taucher der Polizei am Mittwoch auf der Suche nach einer Waffe in der Fulda. Nach der Waffe, mit der ein 34-jähriger Mann aus Kassel in der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, mehrfach auf einen 18-Jährigen auf der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe des Penny-Marktes geschossen haben soll.

Die Waffe fanden die Taucher am Mittwoch in Höhe des Finanzamts nicht. Dafür fischten sie fünf E-Scooter der Firma Bird sowie zwei Geldkassetten und einen alten Fernseher aus dem Wasser.

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz stehe derzeit noch nicht fest, ob die E-Roller als gestohlen gemeldet worden waren. Jedenfalls habe die Kripo nun ein Strafverfahren wegen Verdachts des Diebstahls und der Sachbeschädigung eingeleitet. Die näheren Umstände, wie die Roller in der Fulda landeten, seien nun Gegenstand der ersten Ermittlungen. Zudem sucht die Polizei nach Zeugen, die Angaben zu der Herkunft der beiden ebenfalls aus dem Wasser geholten Geldkassetten machen können.

Die Taucher, die die Kasseler Polizei aus Braunschweig (Niedersachsen) um Unterstützung gebeten hat, werden am Donnerstag jedenfalls die Suche fortsetzen. Die Tatwaffe sei bislang nämlich noch nicht gefunden worden, so Mänz. Die Polizei hatte im Vorfeld Hinweise darauf bekommen, dass die Waffe an dieser Stelle in der Fulda entsorgt worden sein könnte.

Mit der Waffe war vor rund zweieinhalb Wochen auf der Partymeile der Friedrich-Ebert-Straße im Verlauf eines Streits auf einen 18-Jährigen aus Fuldatal geschossen worden. Der junge Mann wurde dabei schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt. Er wurde am Bein und im Unterleib verletzt.

Wenige Tage später wurde ein 34-jähriger Tatverdächtige aus Kassel festgenommen, der laut Polizei gestanden hat, die Schüsse abgegeben zu haben. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Weil der Beschuldigte die Tat eingeräumt hat und einen festen Wohnsitz hat, ist er auf freiem Fuß. Der gegen ihn erlassene Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

(Von Ulrike Pflüger-Scherb)

Auf der Suche nach einer Tatwaffe: Taucher der Bereitschaftspolizei Niedersachsen suchten gestern die Fulda in Kassel in Höhe des Finanzamts ab. Die Waffe fanden sie nicht, dafür aber fünf E-Scooter und zwei Geldkassetten.

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