Kasseler Boulevardtheater bespielt nostalgischen Zeltbau

Komödienspaß im Spiegelzelt am Großen Kreisel

Beim Innenausbau: Theaterleiterin Christin Mandalka und Elektriker Bernd Stewener im großen Spiegelzelt.
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Beim Innenausbau: Theaterleiterin Christin Mandalka und Elektriker Bernd Stewener im großen Spiegelzelt.

Der Festplatz Schwanenwiese wird bis Mitte Januar zum zweiten Spielort der Komödie Kassel. Das nostalgische Spiegelzelt kann auch für Weihnachtsfeiern gemietet werden.

Kassel – Seit Anfang der Woche ist auf dem Festplatz Schwanenwiese ein nostalgischer Zeltbau emporgewachsen, wie viele Passanten am Großen Kreisel bereits verfolgt haben. Ab dem 11. November wird dort viermal wöchentlich – meist donnerstags bis sonntags – das Lustspiel „Weiber – ein heißer Mädelsabend“ aufgeführt. Doch abgesehen von den Attraktionen auf der Bühne ist auch der Aufführungsort selbst eine Schau.

Der Bremer Theaterverbund, zu dem die Komödie Kassel gehört, hat das Spiegelzelt aus Belgien besorgt. Dort wurde es nach Originalplänen aus der Jugendstilzeit rekonstruiert – mit Kronleuchtern, dunkler Holzvertäfelung, Buntglas-Einlagen und Facettenspiegeln im Stil der mobilen Tanzpaläste, wie sie vor gut 100 Jahren ein Anziehungspunkt auf vielen Jahrmärkten waren.

Schon im Rohbau ist das Raumgefühl eindrucksvoll, doch mit roten Teppichen, Stoffen, Tischgruppen und vielen Lichtern wird erst noch richtig Atmosphäre einkehren. Für bis zu 500 Personen ist der fliegende Bau ausgelegt. Wegen der Pandemie – und die ist auch der Hintergrund des Zeltprojekts – werden laut Theaterleiterin Christin Mandalka aber nur gut 200 Plätze je Vorstellung verkauft, wobei die 2G-Regel gilt.

Hereinspaziert: Die eindrucksvolle Front des Zelttheaters auf dem Festplatz Schwanenwiese zieht beim Großen Kreisel viele neugierige Blicke an. Ab Donnerstag, 11. November, spielt dort die Komödie Kassel.

Nicht nur Maskenfreiheit und eine gute Beheizung sollen beim Komödienspaß für Wohlbefinden sorgen. Es gibt auch eine Getränkebewirtung am Tisch sowie die Möglichkeit, sich vor der Vorstellung ein Drei-Gänge-Menü vom Caterer der Komödie zu bestellen. Das kostet 19 Euro pro Person und ist nach Angaben von Christin Mandalka vor Ort buchbar. Wer auch speisen möchte, sollte zwei Stunden vor Aufführungsbeginn, also in der Regel um 18 Uhr, im Zelt eintreffen. Bei den Silvestervorstellungen ist ein Menü gleich im Preis dabei. An den Abendkassen sind jeweils auch noch Tickets für die Vorstellungen erhältlich.

Während bis zum 15. Januar im Spiegelzelt ausschließlich der heitere Mädelsabend „Weiber“ gegeben wird, läuft an der Hauptspielstätte an der Friedrich-Ebert-Straße vor allem das weihnachtliche Märchen der Komödie, und zwar zu versetzten Zeiten. So könne das Theaterteam die zwei Orte gleichzeitig managen, sagt Komödien-Leiterin Mandalka. Etwas mehr Personal werde allerdings gebraucht, so sei gut ein halbes Dutzend Servicekräfte für das Bedienen der Gäste im Spiegelzelt verpflichtet worden.

Dort sind Kräfte vom Theater-Unternehmen der Komödie derzeit dabei, der Einrichtung und der Technik den letzten Schliff zu geben, damit am Donnerstag die Premiere über die Bühne gehen kann. Bis spätestens Anfang der Woche soll in dem nostalgischen Bau namens „Magic Crystal“ alles fertig sein, sagt Christin Mandalka.

Weil während der ersten Wochenhälften jeweils keine Aufführungen auf der Schwanenwiese stattfinden werden, bietet das Kasseler Boulevardtheater an, das Spiegelzelt zu diesen Zeiten für Weihnachtsfeiern, sonstige Firmen-Events und ähnliche Anlässe zu vermieten. Näheres zu den Konditionen können Interessierte bei der Komödie erfragen.

Obwohl auf dem Festplatz rund um das Zelt viel Raum ist, können Vorstellungsbesucher nicht ihre Autos direkt dort parken. Die Zufahrt zum Gelände ist mit Schranken gesperrt. Die Veranstalter verweisen auf das große Parkplatzgelände Leistersche Wiesen auf der gegenüberliegenden Seite des Großen Kreisels. (Axel Schwarz)

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