Letztes Projekt der Unterneustadt-Wiedergründung

Neubauten zwischen Fuldabrücke und Holzmarkt wachsen in die Höhe

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So wird es aussehen: Das mittlere und das rechte Gebäude stehen bereits, neben dem markanten Bürohaus (links) wird hinter der sichtbaren Zeile außerdem ein Wohnhaus neu gebaut.

Kassel. Auf der Baustelle zwischen Fuldabrücke und Holzmarkt ist das Fundament fertig für zwei Gebäude, die den Schlusspunkt in der 20-jährigen Bebauungsgeschichte der  Kasseler Unterneustadt setzen.

Hinter einer Fahrbahn-Engstelle stadtauswärts auf der Leipziger Straße können Passanten bereits verfolgen, wie der gemeinsame Sockel der Häuser in die Höhe zu wachsen beginnt.

Zu einer Grundsteinlegungs-Zeremonie waren am Donnerstag viele Gäste aus Bauwirtschaft, Behörden und Planer-Zunft gekommen. Eingeladen hatte das Architekturbüro Atelier 30, das in einem schon bestehenden Gebäude des Komplexes ansässig ist. Auch die neuen Häuser entwickelt Atelier 30 über die Bauträgerfirma „Fuldalofts“ in eigener Regie.

Die 14 Eigentumswohnungen in einem Neubau zum Holzmarkt hin sind bereits alle verkauft. Parallel zur Leipziger Straße wird ein markantes Bürohaus entstehen, dessen Etagen auf der Rückseite Balkons zur Fulda hin bekommen sollen. Ein weitläufiges Penthouse auf dem Dach ist nicht mehr zu haben, zwei Büros wollen bislang in das Vorderhaus einziehen, aber für mehrere Etagen werden noch Nutzer gesucht. Laut Vermarkter Daniel Ortmann wird in nächster Zeit entschieden, ob die Planung noch einmal angepasst wird, um dort zusätzliche Wohnungen zu schaffen.

Röhre mit Zeitdokumenten wurde im Grundstein eingemauert: Von links Polier Steffen Ose, Volker Mohr (Stadt Kassel) sowie die Atelier-30-Chefs Thomas Fischer und Ole Creutzig.  

Die Büro-Gründer Thomas Fischer und Ole Creutzig haben die Entwicklung der Unterneustadt nicht nur hautnah verfolgt, sondern auch maßgeblich mitgeprägt. Frisch von der Uni ließen sie sich mit ihrem Atelier 30 zunächst zwischen Renthof und der Schlagd im sogenannten Fundusgebäude nieder. Dieses war eines von insgesamt acht quartiersprägenden Umbau- und Neubauprojekten, mit denen das Büro im Lauf der Jahre der Unterneustadt seine planerische Handschrift aufgeprägt hat.

Bei der kleinen Grundstein-Feier ließ Stadtplanungsamtsleiter Volker Mohr noch einmal Revue passieren, wie es auf einer weitläufigen innerstädtischen Kriegs-Brache zur Wiedergründung eines ganzen Stadtteils kam. Das Ergebnis, so Mohr, lasse sich „bundesweit vorzeigen“ und die Planer von Atelier 30 hätten dabei „ihre Aufgabe verstanden“.

Zwischen Sommer und Herbst 2019 sollen die beiden Neubauten bezugsfertig werden. 

 www.fuldalofts.de

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