Mehrere Unfälle Ecke Querallee / Goethestraße

Unübersichtlich: Situation an der Querallee verunsichert Autofahrer

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Gefährliche Ecke: Vor allem ortsunkundige Autofahrer übersehen wegen der Bauzäune leicht, dass sie an der Goethestraße anhalten müssen. Seit die Querallee wieder geöffnet ist, sind auf der Kreuzung mehrere Unfälle passiert.

Kassel. Die Freude über die freie Fahrt ist getrübt: Seitdem die Querallee im Vorderen Westen wieder offen ist, hat es an der Ecke Goethestraße mehrmals gekracht.

Es sind vor allem Ortsunkundige, die von der Wilhelmshöher Allee zur Friedrich-Ebert-Straße wollen und die Stopp-Schilder an der Kreuzung offenbar übersehen.

Zuletzt am Donnerstagvormittag. Ein 73-jähriger Autofahrer aus Rotenburg an der Fulda übersah laut Polizei die Vorfahrt einer 30-jährigen Frau aus Kassel, die auf der Goethestraße Richtung Germaniastraße unterwegs war. Es krachte. Die junge Frau und die Ehefrau des Autofahrers mussten ins Krankenhaus gebracht, die Autos abgeschleppt werden.

Der Zusammenstoß war bereits der vierte Unfall innerhalb von anderthalb Wochen, der bei der Polizei gemeldet wurde. Nun wollen die Planer handeln. Den Anstoß dazu gaben die Recherchen unserer Zeitung. „Wir werden uns die Situation noch mal genau anschauen“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch auf Anfrage und mahnte: „Man muss aufmerksam fahren.“ Gleichwohl werde man die Verkehrsinspektion einschalten und Kontakt zum Amt für Straßenverkehr und Tiefbau aufnehmen.

Das war nach unserem Anruf gestern aktiv geworden. Heiko Lehmkuhl, Leiter der Abteilung Straßenverkehr, hatte sich die Situation vor Ort angesehen. Er verwies auf die acht Stopp-Schilder und die provisorisch aufgemalten gelben Haltelinien.

„Wenn die Verkehrsteilnehmer vorschriftsmäßig anhalten, ist auch ausreichende Einsehbarkeit nach rechts in die Goethestraße gegeben“, sagte Lehmkuhl. Er räumte ein, dass die Bauzäune die Sicht beeinträchtigen können. Sie müssten aber stehen bleiben, bis die Stelle wieder verkehrssicher sei und für Fußgänger freigegeben werden könne.

Abhilfe in Sicht

Das soll nun schnell geschehen. Die Baufirma hat laut Lehmkuhl zugesagt, die Straße an dieser Stelle im Laufe des heutigen Freitags provisorisch wieder herzustellen. Danach könnte ein Teil der Bauzäune entfernt oder umgestellt werden.

Das wird wohl auch die Anrainer erleichtern. „Seitdem die Kreuzung wieder offen ist, kracht es fast täglich“, sagt Tim Breitzke. Von seinem Arbeitsplatz an der Querallee aus hat der 35-Jährige das Geschehen gut im Blick. „Die Kreuzung ist brandgefährlich“, urteilt sein Kollege Andreas Schütz. Sie sei schon immer problematisch gewesen und wegen der Bauzäune nun noch unübersichtlicher. „Ich kann nicht verstehen, warum da nicht zumindest behelfsmäßig eine Ampel steht“, sagt der 49-Jährige. Schließlich solle die gesamte Kreuzung im Zuge des Goethestraßen-Umbaus später sowieso mit Ampeln geregelt werden.

Abgesehen davon laufe der Umbau der Goethestraße reibungslos. Zu meckern gebe es nichts.

Von Ellen Schwaab

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