Feuer in Kasseler Zweifamilienhaus: Risse in Schornstein waren Verursacher

Kassel. Risse im Schornstein haben wohl das Feuer in einem Wohnhaus an der Fuldatalstraße (Wolfsanger) verursacht. Nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Knöll war der Brand im Dachstuhl des Hauses in der Nacht zu Dienstag ausgebrochen.

Der Schaden wird von der Polizei zwischen 80.000 und 100.000 Euro beziffert. Die vier Bewohner des Hauses konnten sich alle rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Etwa gegen 1.50 Uhr hatte eine 30-jährige Bewohnerin im Dachbereich ein Knistern gehört und Brandgeruch wahrgenommen. Sie informierte die übrigen Familienangehörigen, die alle unbeschadet das Wohnhaus verlassen konnten, und alarmierte die Feuerwehr.

Bei einer Begehung des Brandortes am Mittwoch mit dem Bezirksschornsteinfeger bestätigte sich der Verdacht der Brandermittler, dass Risse im Schornstein für das Feuer ursächlich waren. Der wie das Haus über 80 Jahre alte Schornstein, der seinerzeit noch gemauert und verputzt worden war, unterlag den normalen Gebrauchsabnutzungen und war rissig geworden, sagt Polizeisprecherin Sabine Knöll.

Durch einen Riss, der im Anlagebereich der obersten Etagendecke am Schornstein entstanden war, gab der Schornstein die heißen Abgastemperaturen an das Umgebungsmaterial ab. Hierbei kam es zu einer thermischen Aufladung eines am Schornstein vorbeiführenden Holzbalkens die sich in der Folge zunächst als Schwelbrand umsetzte. Dieser Schwelbrand entfaltete sich schließlich zum Vollbrand, der sich dann auf den Dachstuhl des Hauses erstreckte.

Dachstuhlbrand in Kassel

Durch den in die Untersuchungen eingebundenen Bezirksschornsteinfegermeister wurde ein Nutzungsverbot für den Schornstein ausgesprochen. Das Haus ist vorläufig nicht bewohnbar. (dpa/tat/jmo/use)

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