Dienstag Obduktion der Frauenleiche

Nach Feuer in Hochhaus: Ursache für Wohnungsbrand noch unklar

Kassel. Die Ursache für den Wohnungsbrand am Sonntag an der Heinrich-Steul-Straße 5 ist noch unklar. Aktuell ermitteln Beamte des für Brände zuständigen Kommissariats der Kasseler Kripo vor Ort. Hilfe erhalten sie von Brandsachverständigen des Hessischen Landeskriminalamts.

Bei dem Brand im Stadtteil Forstfeld war eine Wohnung im fünften Obergeschoss eines achgeschossigen Wohnblocks der Wohnungsbaugesellschaft GWG total ausgebrannt. Nach den Löscharbeiten entdeckten Retter die Leiche der 45-jährigen Mieterin in der Badewanne.

„Auch hier ist die Todesursache noch nicht geklärt“, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Die Obduktion sei für Dienstag angesetzt. Erst danach könne schlussendlich gesagt werden, ob die Frau tatsächlich an den Folgen des Feuers – zum Beispiel an Rauchgasvergiftung –, oder womöglich schon vor dem Brand in der Badewanne verstorben ist.

Alle Texte, Videos und Fotos zu den Bränden des Wochenendes vom 14. und 15. Dezember finden Sie hier.

Weil das Feuer mit einer erheblichen Rauchentwicklung einhergegangen war, sind die Wohnungen der fünften bis siebten Etagen über der betroffenen Brandwohnung auch am Tag nach dem Feuer teilweise noch nicht bewohnbar. „Die Kohlenmonoxid-Belastungen sind noch zu hoch“, sagt Werner. Im Laufe des Montags würden weitere Messungen veranlasst. Erst wenn die Gaskonzentration auf ein unschädliches Maß gesunken sei, könnten die Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Kohlenmonoxid sei ein sehr giftiges Gas, das von Menschen nicht bemerkt werde.

Fotos vom Ort des Brandes

Leichenfund nach Brand in Hochhaus

Weitere Wohnungen in den tieferen Etagen seien durch den Löschwassereinsatz der Feuerwehr ebenfalls zunächst unbewohnbar geworden. Alle betroffenen Mieter seien entweder bei Angehörigen, Freunden oder in Hotels untergebracht worden.

Von Boris Naumann

Rubriklistenbild: © Schwarz

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