Urteil: Göker muss 125.000 Euro an Allianz zahlen

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Der frühere Chef des Versicherungsvermittlers MEG, Mehmet Göker (links).

Kassel. Ein weiteres Urteil gegen den früheren Chef des Versicherungsvermittlers MEG, Mehmet Göker, ist jetzt rechtskräftig. Göker muss nun 125.000 Euro an die Allianz Krankenversicherung zahlen.

Dazu hatte ihn das Landgericht Kassel im Oktober vorigen Jahres verurteilt.

Das Geld hatte die Allianz an die MEG als Vorschuss für zu erwartende Abschlüsse gezahlt. Nach der MEG-Pleite wollte sie die 125.000 Euro von Mehmet Göker zurückhaben. Denn der hatte gegenüber der Allianz einen sogenannten Schuldbeitritt erklärt. Darin hatte er sich verpflichtet, für Forderungen der Allianz gegenüber der MEG persönlich zu haften.

In dem Vetrag mit der Allianz hatte es eine Klausel gegeben, die besagt, dass Göker sein Ausscheiden bei der MEG schriftlich bei der Allianz hätte anzeigen müssen, um aus der Haftung zu kommen. Das hatte Göker offensichtlich versäumt. Sein Anwalt hatte vor dem Kasseler Landgericht argumentiert, Gökers Ausscheiden sei in der Versicherungsbranche allgemein bekannt.

Das Gericht war diesem Argument nicht gefolgt und hatte ihn verurteilt. Dagegen legte Göker Berufung ein. Das Oberlandesgericht Frankfurt teilte am Mittwoch mit, das Verfahren sei durch die Rücknahme der Berufung erledigt. Damit ist das Kasseler Urteil, so ein Sprecher des Landgerichts, rechtskräftig. (tho)

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