Alice Phoebe Lou & Musical "Titanic" & New York Polyphony

Ausgehtipps für Nordhessen: Von bezaubernd bis bedrückend

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Stellt ihr Debütalbums „Orbit" im Kasseler Kulturzelt vor: Die gebürtige Südafrikanerin Alice Phoebe Lou. 

Folkige Songs von einer außergewöhnlichen, jungen Sängerin, ein Musical über ein gewaltig großes Schiff, Spezialisten in der Sparte Alte Musik und ein grandioser Zeichner des 17. Jahrhunderts sind unsere Ausgehtipps für die erste Wochenhälfte. 

Das finden Sie hier: Alice Phoebe Lou stellt im Kasseler Kulturzelt ihr Debütalbum „Orbit" vor | Das Musical "Titanic" steht wieder auf dem Spielplan bei den Bad Hersfelder Festspielen | Konzert mit dem Vokalensemble New York Polyphony in Homberg | Radierungen von Stefano della Bella sind Gegenstand einer Führung in Schloss Wilhelmshöhe  

Klavierwerke auf einem Flügel aus dem Jahr 1825 präsentiert Gerrit Zitterbart am Donnerstag im Göttinger Clavier-Salon. Mehr zu den Veranstaltungen für Südniedersachsen finden Sie hier. 

Songs einer freiheitsliebenden Vagabundin

Alice Phoebe Lou ist eine freiheitsliebende Vagabundin, die Einflüsse aus Europa und Südafrika in ihrer Musik verknüpft. Die gebürtige Südafrikanerin mit dem derzeitigen Heimathafen Berlin hat jahrelang die Straßen der Welt bespielt und tut das immer noch. Inzwischen tritt sie aber auch in Clubs und Konzertsälen auf und bezaubert dort das Publikum - und will das jetzt am Dienstag im Kasseler Kulturzelt tun. Letzten Herbst hat Lou auf dem Reeperbahn-Festival die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hingerissen, nun bespielt sie die schönsten Bühnen des Landes mit Songs ihres Debütalbums „Orbit" und all die vielen anderen Lieder, die sie seit Jahren im Repertoire hat. Wer die Südafrikanerin nur von ihren Straßenkonzerten kennt, wird überrascht sein, plötzlich Bläser, Kontrabässe, Klaviere, Glockenspiele, Schlagzeuge und verdoppelte Gesangsspuren zu hören. Sofort wiedererkennbar sind hingegen ihre klare, warme Stimme und ihr Fingerpicking. Manchmal erinnert sie ein wenig an Leslie Feist, dann wieder schlendert sie in folkige und jazzige Regionen. 

Dienstag, 24. Juli, 19.30 Uhr, Kulturzelt an der Drahtbrücke in der Aue in Kassel, Vorverkauf: 24 Euro plus Gebühr, HNA-Kartenservice: Tel. 0561/ 203-204. Info

Musical "Titanic" mit vielen neuen Darstellern 

Im Sommer 2017 war das Musical „Titanic" in der Regie von Stefan Huber bei den Hersfelder Festspielen so erfolgreich, dass es jetzt nochmal auf der Bühne der Stiftsruine zu erleben ist. Das Ensemble hat sich leicht verändert. Neben Ansgar Schäfer (schlüpft in die Rolle des Reeders), den das Publikum aus „Anatevka" in Bad Hersfeld kennt, hat der Regisseur viele junge Darsteller engagiert. Ein Beispiel dafür ist Markus Fetter, Preisträger des „Bundeswettbewerbs Gesang". Er tritt als Funker Harold Bride auf. Weitere renommierte Darsteller sind Michael Flöth (Captain E.J. Smith), Alen Hodzovic (Schiffskonstrukteur Thomas Andrews), David Arnsperger (Heizer Frederick Barrett), Mathias Schlung (Steward der ersten Klasse), Kristin Hölck und Rolf Sommer (Ehepaar Beane) sowie Christine Rothacker und Uwe Dreves (Ehepaar Strauss). Das Musical beginnt mit der Abfahrt des Schiffes. Der Zuschauer erlebt, wie der Kapitän vom Reeder zu immer größerer Eile angetrieben wird. Er lernt Passagiere aus der ersten, zweiten und dritten Klasse kennen, ist dabei, wenn der Heizer seiner Braut an Land einen Heiratsantrag über Funk macht, freut sich mit Konstrukteur Andrews über das gewaltige Schiff und erlebt die Kollision mit dem Eisberg - ein bedrückendes Ende. 

Montag, 23. Juli, 20.30 Uhr, Stiftsruine in Bad Hersfeld. Es gibt noch Karten für 56,90 Euro. Info 

Großes Kino: Captain E. J. Smith (Michael Flöth, von links), J. Bruce Ismay (Ansgar Schäfer) und Thomas Andrews (Alen Hodzovic) sind in dem Musical "Titanic" bei den Hersfelder Festspielen zu sehen. 

New York Polyphony: Vier Männer, vier Stimmlagen

Vier Männer in vier Stimmlagen, das ist die New York Polyphony: Das US-amerikanische Vokalensemble überzeugt mit besonderen Programmkonzeptionen und lässt die Musikwelt in der Sparte Alte Musik aufhorchen. Beim Kultursommer Nordhessen sind die Sänger am Donnerstag in Homberg zu erleben. Das 2006 gegründete Männerquartett zählt zu den führenden Vokalensembles in diesem Bereich. Die vier Vokalisten scheuen es nicht, mit Musik zu experimentieren, und in ihren Konzerten Werke der Renaissance mit modernen Kompositionen zu kontrastieren. Mit ihrem Programm „Conversations" mit Werken von Schubert, Saint-Saëns, Moody Sullivan und anderen präsentiert das experimentierfreudige Quartett unterschiedliche Facetten, die innerhalb und außerhalb der Welt der geistlichen Polyphonie der Renaissance liegen. Es singen  Geoffrey Williams (Countertenor), Steven C. Wilson (Tenor), Christopher Dylan Herbert (Bariton) und Gaig Phillips (Bass).

Donnerstag, 26. Juli, 19.30 Uhr, Stadtkirche St. Marien in Homberg, Marktplatz 25. Eintritt: 18, 23 und 28 Euro, Kartentelefon: 0561/ 988 393-99. Info

Führung: Radierungen von Stefano della Bella

Stefano della Bella zählt zu den berühmtesten Radierern und Zeichnern des 17. Jahrhunderts. Der aus Florenz stammende Künstler war vor allem für die Medici tätig, arbeitete aber auch über zehn Jahre in Paris am Königshof. Die Grafische Sammlung in Schloss Wilhelmshöhe besitzt einen ganzen Klebeband mit den überwiegend kleinformatigen Radierungen della Bellas. Dieser Bestand – darunter Darstellungen höfischer Festlichkeiten, Szenen aus dem Volks- und Soldatenleben, Landschaften, Capricci und Ornamente – bietet die Möglichkeit, das Werk des virtuosen Radierers kennenzulernen. Eine Führung mit Hendrickje Kehlenbeck am Mittwoch gibt Gelegenheit dazu. 

Mittwoch, 25. Juli, 18 bis 18.30 Uhr, Schloss Wilhelmshöhe in Kassel, Schlosspark 1. Eintritt: 6/4 Euro inklusive Führungsgebühr. Info

Genius der Zeichenkunst zwischen antiken Ruinen: Eine Führung in Kassel bringt Arbeiten von Stefano della Bella näher. 

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