Jürgen Drews & Ijoma Mangold & Julia Hülsmann

Ausgehtipps für Nordhessen: Schlager, Kunst und Puppenflüsterer

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Hat sich immer wieder neu erfunden: Schlagersänger Jürgen Drews. Mit seiner Liveband tritt er am Donnerstag in Baunatal auf. 

Ein Bett im Kornfeld, ein Puppenflüsterer, documenta-Kunstwerke und Jazz vom Feinsten: Die Veranstaltungspalette für diese erste Wochenhälfte ist bunt. 

Das finden Sie hier: Konzert mit Schlagersänger Jürgen Drews in Baunatal| Der Literaturkritiker Ijoma Mangold liest aus seinem Buch „Das deutsche Krokodil" in Vellmar | Die Pianistin Julia Hülsmann und ihr Trio spielen beim Jazzfrühling in Kassel | Tanztheater; Zum letzten Mal „eternal prisoner" am Kasseler Staatstheater | Documenta-Werke in der Neuen Galerie  im Blickpunkt | Puppenflüsterer Benjamin Tomkins gastiert in Baunatal | Marco Schmedtje und Marco Schmedtje spielen in der Kasseler Weinkirche | Das Trio Motion gestaltet das sechste Kammerkonzert des Kasseler Staatstheaters 

Kraftklub, die fünfköpfige Musikgruppe aus Chemnitz, gastiert in Göttingen auf ihrer Tour "Keine Nacht für Niemand". Lesen Sie mehr dazu bei unseren Tipps für Südniedersachsen. 

Jürgen Drews tritt in Kassel auf

Er vereint mindestens drei Entertainer in einem: Jürgen Drews, seit mehr als 50 Jahren im Musikgeschäft, hat sich immer wieder neu erfunden. Und das zeigt er auf seiner „Es war alles am besten“-Tour, die am am Donnerstag in der Stadthalle in Baunatal Halt macht. Er war Les-Humphries-Sänger, ist aus der Schlagerszene nicht wegzudenken und war einer der beliebtesten Künstler der ZDF-Hitparade. Dort eroberte mit seinen Hits „Ein Bett im Kornfeld“ und „Barfuß durch den Sommer“ nicht nur die Frauenherzen im Sturm. Und schließlich hat es ihn, mit viel Augenzwinkern, an den Ballermann getrieben, wo er royalen Ruhm als der einzig wahre „König von Mallorca“ erlangte. Die Shows seiner Tour sind als kleine Zeitreise durch sein Leben angelegt. Der Entertainer zeigt dabei all seine Facetten. 

Donnerstag, 22. März, 20 Uhr, Stadthalle Baunatal, Marktplatz 14. Restkarten gib es nur noch an der Abendkasse (ab 45 Euro). Info

Lesung mit Literaturkritiker Ijoma Mangold

Vater Nigerianer, Mutter aus Schlesien: Der Literaturkritiker Ijoma Mangold erzählt In seinem Buch „Das deutsche Krokodil" aus seinen Kindheits- und Jugendjahren. Am Mittwoch liest er in Vellmar daraus. Wie wuchs man als "Mischlingskind" und" "Mulatte" in der Bundesrepublik auf? Wie geht man um mit einem abwesenden Vater? Wie verhalten sich Rasse und Klasse zueinander? Und womit fällt man in Deutschland mehr aus dem Rahmen, mit einer dunklen Haut oder mit einer Leidenschaft für Thomas Mann und Richard Wagner. Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna. Nach Stationen bei der "Berliner Zeitung" und der "Süddeutschen Zeitung" wechselte er 2009 zur Wochenzeitung "Die Zeit", deren Literaturchef er seit 2013 ist. Zusammen mit Amelie Fried moderierte er die ZDF-Sendung "Die Vorleser". Außerdem gehört er zum Kritiker-Quartett der Sendung "lesenswert" des SWR- Fernsehens. Mangold lebt in Berlin. 

Mittwoch, 21. März, 19.30 Uhr, Bürgerhaus Vellmar-West, Lüneburger Str. 14. Abendkasse: 10 Euro. Info

Liest aus seinem Buch „Das deutsche Krokodil": Der Literaturkritiker Ijoma Mangold.

Jazz mit Julia Hülsmann und Band

Die Pianistin Julia Hülsmann und ihr Trio sind aus dem deutschen Jazz nicht wegzudenken. Seit über 15 Jahren gibt es diese Formation, die den zeitgenössischen Jazz dieses Landes geprägt hat. Am Donnerstag spielen sie beim Jazzfrühling in Kassel. Mit Marc Muellbauer (Bass) und Heinrich Köbberling (Schlagzeug) hat die Pianistin in vielen Jahren kontinuierlicher Arbeit ein großes Maß an Interaktion erreicht. Sie reflektiert mit ihnen in beeindruckender Schlichtheit und ohne die geringste Koketterie das Wesen der Melodie. Denn das ist ihr heimliches Generalthema: die Suche nach der verlorenen Melodie. Die „Lyrikerin des deutschen Jazz", wie sie die "Zeit" nannte, schreckt dabei auch nicht vor Pop-Songs zurück, die mit ihrem neuen reduzierten Charakter klingen, als ob sie von ihr erfunden war worden wären.

Donnerstag, 22. März, 20 Uhr, Theaterstübchen in Kassel, Jordanstr. 11. Vorverkauf; 22 Euro plus Gebühren, HNA-Kartenservice: Tel 0561/ 203-204. Info

Tanztheater „eternal prisoner" zum letzten Mal

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit zeigt das Kasseler Staatstheater am Mittwoch „eternal prisoner", zwei Tanztheater-Stücke von Tom Weinberger und Johannes Wieland. Gastchoreograf Tom Weinberger und Tanzdirektor Johannes Wieland geben an diesem Abend mit zwei ganz unterschiedlichen Handschriften ein choreografisch-politisches Statement zum Status quo der Welt. „Wir versuchen uns in den verschachtelten Realitäten des Hier und Jetzt zu positionieren, uns einzurichten – gesellschaftlich, politisch und sozial. Aber wie reagieren wir, wenn wir überfordert sind? Geben wir auf oder kämpfen wir?“ Fragen wie diese bilden den Ausgangspunkt von Johannes Wielands Tanztheaterstück „you will never be my number one fan“. Der israelische Choreograf Tom Weinberger erforscht in „Segments on notes“ den unmittelbaren Akt des Zusammenkommens in all seiner Intimität und Absurdität, aber auch die Zärtlichkeit und den Wahnsinn, die darin liegen. 

Mittwoch, 21. März, 19.30 Uhr, Schauspielhaus in Kassel, Du-Ry-Straße. Info

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit in Kassel zu sehen: "You will never be my number one fan" von Tanzdirektor Johannes Wieland. Auf dem Foto zu sehen sind Luca Ghedini (links) und Gotaute Kalmataviciute. 

Documenta-Kunstwerke im Blickpunkt

Seit ihrer Wiedereröffnung im Januar 2018 präsentiert die Neue Galerie vier herausragende Werke, die nach der documenta 14 erworben werden konnten. Die Beiträge von Miriam Cahn, Nevin Aladag, Susan Hiller und Edi Hila können unterschiedlicher nicht sein. Bei der Kunstpause am Mittag in der Neuen Galerie in Kassel stellt Gesa Wieczorek die Kunstwerke vor. 

Mittwoch, 21. März, 12.30 bis 13 Uhr, Neuen Galerie, Schöne Aussicht 1. Kosten: 2 Euro. Info

Die schräge Welt des Puppenflüsterers

Benjamin Tomkins kommt am Mittwoch nach Baunatal. Mit "King Kong und die weiße Barbie" entführt er seine Zuschauer in die schräge Welt des Puppenflüsterers. Für seine Mischung aus Bauchreden und Comedy wurde er mit vielen Preisen ausgezeichnet. Die Story um King Kong steht wie keine andere Geschichte für misslungene Kommunikation - und darum geht es in dem aktuellen Programm von Tomkins. Nicht selten erklärt die Puppe dem Menschen das, was der Mensch einer Puppe eigentlich gar nicht erklären könnte. Wenn der Comedian aus seinen Erfahrungen moderner Hotels berichtet, den Froschkönig höchstpersönlich küsst oder mit Puppe Horst in die Tiefen der männlichen Psyche abtaucht, dann entsteht die Komik sozusagen aus dem Bauch heraus. Ob ein kleiner schnuckeliger Hardrockhase oder ein zwei Meter großer Gorilla - man vergisst nur allzu leicht, dass da eigentlich nur Stofffetzen mit Augen im Dialog mit Benjamin Tomkins stehen. 

Mittwoch, 21. März, 20 Uhr, Stadthalle Baunatal, Marktplatz 14. Eintritt: Ab 29,50 Euro, Info und Tickets

Puppenspiel und Comedy: Benjamin Tomkins -tritt am Mittwoch in Baunatal auf. 

Konzert mit Jan Plewka in der Weinkirche

Jan Plewka, facettenreicher deutscher Musiker und Sänger, ist mit seiner Band Selig seit Mitte der 90er-Jahre erfolgreich. Mit seinem Programm „Between The Bars“ hält er nun Rückschau - gemeinsam mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, der ihn an der Gitarre begleitet. Am Donnerstag tritt das Duo in Kassel auf. Plewka und Schmedtje lassen sich musikalisch durch die Jahrzehnte treiben. Sie spielen Lieder von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, eigene Stücke aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Zinoba und Simon, Lieder von Jan Plewkas Soloalbum und von „Schöne Geister“, dem ersten Album von Marco Schmedtje. 

Donnerstag, 22. März, 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr), Weinkirche in Kassel, Werner-Hilpert-Str. 22. Vorverkauf: 18 Euro plus Gebühren, HNA-Kartenservice: Tel. 0561/203-204. Info

Kammerkonzert mit dem Trio Motion 

Welche vielfältigen klanglichen Möglichkeiten die Instrumente Flöte und Schlagzeug als Ensemble bieten, das erkundet und beweist seit vielen Jahren das Trio Motion. Am Montag gestaltet es das sechste Kammerkonzert des Kasseler Staatstheaters. Das 1994 von der Flötistin Constanze Betzl und den Schlagwerkern Bernhard Betzl und Rüdiger Pawassar gegründete Ensemble bewegt sich zwischen den Welten der klassischen Avantgarde, des Tangos und des Jazz. Beim nächsten Kammerkonzert des Staatstheaters am Montag in Kassel wird das Trio erweitert durch die beiden Schlagzeuger Sebastian Preller und Gabriel Robles. Neben Werken von Ulli Götte und Ivan Trevino erklingen die deutsche Erstaufführung von Rüdiger Pawassars Marimbaquartett „Yeh Gangga", Steve Reichs „Marimbaphase" und Claude Debussys atmosphärisches Klavierwerk „Six Epigraphes" in eigener Bearbeitung.

Montag, 19. März, 19.30 Uhr, Foyer des Opernhauses, Du-Ry-Straße. Eintritt: 15/7,50 Euro. Karten an der Theaterkasse: Tel. 0561/ 1094-222. Info

Treten im Foyer des Kasseler Opernhauses auf: Gabriel Robles (von links), Bernhard Betzl, Sebastian Preller, Constanze Betzl und Rüdiger Pawassar. 

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