Peter Thulke & Jentzen-Groh-Sommerfeld-Trio & Tango Norte

Ausgehtipps für Nordhessen: Deftig, durstig und duftend

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Humorvoll: Karikatur des Berliner Künstlers Peter Thulke. Seine Arbeiten sind erstmals in Kassel zu sehen. 

Deftigkeiten auf Papier, eine Lesung mit Bierverkostung, duftende Kamelien und ein Tangoabend mit Tanz: Das und vieles mehr sind unsere Tipps für die erste Wochenhälfte. 

Das finden Sie hier: Erstmals stellt der Berliner Cartoonist Peter Thulke in Kassel aus | Lesung mit Polo (André Poloczek) über Bier | Jazzkonzert mit dem Jentzen-Groh-Sommerfeld-Trio | Führung: Kamelienblüte im Großen Gewächshaus im Bergpark Wilhelmshöhe | Opernsoiree zu Igor Strawinskys Oper „The Rake’s Progress" im Kasseler Staatstheater | Klaviermusik mit Lovre Marusic in Niestetal | Tanzabend mit dem Quinteto Tango Norte

"Da müsste Musik sein, überall wo du bist!": Mit seiner 2016er Single „Musik Sein" hat Wincent Weiss viel mehr als eine künstlerische Duftmarke gesetzt. Am heutigen Montag tritt er in der Göttinger Stadthalle auf. Mehr dazu bei unseren Ausgehtipps für Südniedersachsen. 

Wortspiele: Cartoons von Peter Thulke

Im Frühjahr zeigt die Kasseler Caricatura-Galerie erstmals Arbeiten des Berliner Cartoonisten Peter Thulke in einer Einzelausstellung unter dem Titel "Das Ende ist nah". Wenige Striche genügen dem 66-jährigen, um seinen mit Wortspielen und Deftigkeit gespickten Humor auf den Punkt zu bringen. Zumeist auf farbigem – am liebsten gelbem – Zeichenkarton verarbeitet er Alltagsthemen in Tusche und Aquarell. Thulke wurde 1951 in Wismar geboren. Nach dem Abitur war er als Maschinenbauer, Schlosser und Kraftfahrer tätig. 1980 zog er nach Berlin, wo er zunächst wieder als Kraftfahrer tätig war und nebenberuflich Cartoons an verschiedene Zeitungen und Zeitschriften verkaufte.

Seit 2000 ist Thulke freischaffender Cartoonist und Illustrator. Seine Arbeiten erschienen unter anderem in der "Sächsischen Zeitung" und in "Psychologie Heute". Aktuell werden sie vor allem in "Medical Tribune", im "Eulenspiegel" und im "Nebelspalter" gedruckt. Im Internet ist Thulke auch auf www.deutsch-digital.de zu finden. Dort zeichnet er Bildergeschichten für den Deutschunterricht.

Ausstellung bis 6. Mai in der Caricatura-Galerie für Komische Kunst im Kulturbahnhof, Rainer-Dierichs-Platz 1, in Kassel. Öffnungszeiten: Di bis Sa von 12 bis 19 Uhr, an Feiertagen 10 bis 19 Uhr. Eintritt: 4/3 Euro. Info 

Lesung: Polo sagt "Prost"

Polo (André Poloczek) hat für seine Lesung mit Bierverkostung am Mittwoch in Kassel Cartoons und Texte der Crème de la Crème der Komischen Kunst im Gepäck. Denn dem Bier wird bekanntlich höchste Verehrung entgegengebracht - gerade auch in Künstlerkreisen. Liebe und Witz paaren sich zu einer Hommage an das Kulturgetränk Nummer eins. Wie Bier nur Gerste, Hopfen, Hefe und Wasser enthalten soll, gibt es an diesem Abend natürlich nur die Meisterstücke der von Polo ausgewählten Künstler, unter anderem von F. W. Bernstein, Gerhard Glück, Katharina Greve, Michael Holtschulte, Rudi Hurzlmeier und vielen mehr. Hinzu kommen Texte von Uwe Becker, Katinka Buddenkotte, Fritz Eckenga und anderen. Polo wurde 1959 geboren und lebt als Cartoonist, Illustrator, Autor und Dozent in Wuppertal. Unter anderem veröffentlichte er „Prost – Das Buch zum Bier“.

Mittwoch, 28. Februar, 19.30 Uhr, Bar in der Caricatura-Galerie, Rainer-Dierichs-Platz 1. Eintritt: 12 Euro/5 Euro plus Gebühren. Info und Tickets 

Mal melodisch, mal rockig

Zusammen haben sich Lisa Sommerfeld (Piano), Manuel Groh (Bass) und Max Jentzen (Drums) in den Jazz im Trio verliebt. Die Musiker geben jetzt als Jentzen-Groh-Sommerfeld-Trio ein Konzert in Kassel. Ihre Kompositionen sind Ausgangspunkte für die Improvisation. Jentzen, Groh und Sommerfeld lieben es sowohl brav, melodisch und poppig als auch experimentierfreudig, wild und rockig. Mit der Energie ihres Live-Spiels begeisterte das Trio unter anderem beim Dortmunder Pro-Jazz-Festival und als Support für den Echo-Preis-Träger Tingvall Trio. Jentzen Groh und Sommerfeld wurden 2008 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet und veröffentlichten 2009 ihr Debütalbum „Taxi“ sowie 2011 die EP „Außer Rand und Band“. 2013 ist das zweite Album „Krumpelkammer“ entstanden. 

Dienstag, 27. Februar, 20 Uhr, Theaterstübchen, Jordanstr. 11. Vorverkauf: 13 Euro plus Gebühren, HNA-Kartenservice: Tel. 0561/ 203-204. Info

Frühling im Großen Gewächshaus im Bergpark

Der Frühling zieht in das Große Gewächshaus im Bergpark Wilhelmshöhe ein: Bereits seit einigen Tagen duftet und leuchtet es wieder in dem um 1822 errichteten Gebäude, auch wenn es in der Natur drumherum eisig kalt ist. Das ist vor allem den Kamelien zu verdanken, die nun aus ihrem Winterschlaf erwachen und beginnen, ihre Knospen entfalten. Über 300 Kamelienpflanzen in den Farben Rosa, Weiß und Gelb können im Gewächshaus auf der Wilhelmshöhe bewundert werden. Dank sorgfältiger Pflege wachsen sie zum Teil seit 190 Jahren und mittlerweile bis zu vier Meter in die Höhe. Die zierlichen Blüten vervollständigen die ganze Pracht der Pflanzen. Philipp Hankel bietet diese Führung durch das Gewächshaus an. 

Mittwoch, 28. Februar, 14 bis 15.30 Uhr, Gewächshaus im Bergpark Wilhelmshöhe, Schlosspark 7. Eintritt: 3/2 Euro plus Führungsgebühr 4,50 Euro. Info

Duftende Kamelien: Der Frühling zieht ins Gewächshaus im Bergpark Wilhelmshöhe ein.  

Opernsoiree zu Strawinskys „The Rake’s Progress"

Zur Einstimmung auf Igor Strawinskys Oper „The Rake’s Progress" (Premiere am 24. März) lädt das Staatstheater Kassel für Montag zu einer Soiree ins Opernfoyer ein. Ausgehend von dem satirisch-kritischen Bilderzyklus William Hogarths, gelang Strawinsky 1951 mit „The Rake's Progress" ein faszinierendes Stück Musiktheater, in dem der Mensch und die Suche nach dem Sinn seiner Existenz im Mittelpunkt stehen. Regisseur Paul Esterhazy und Dirigent Alexander Hannemann verraten bei der Soiree alles Wissenswerte zu Strawinskys origineller Oper und zur Konzeption. Dafür, dass der Gesang nicht zu kurz kommt, sorgen die Ensemblemitglieder Daniel Jenz (Tom Rakewell), Elizabeth Bailey (Ann Trulove), Marc-Olivier Oetterli (Nick Shadow) und Marie-Luise Dreßen (Baba, genannt Türkenbab). Die Moderation übernimmt Dramaturg Christian Steinbock.

Montag, 26. Februar, 19.30 Uhr, Foyer im Opernhaus in Kassel, Friedrichsplatz. Eintritt frei. Info 

Ist Regisseur von Igor Strawinskys Oper „The Rake’s Progress": Paul Esterhazy. 

Klaviermusik mit Lovre Marusic

Klavierstücke von Sebastian Bach, Franz Liszt, Bozidar Kunc und Franz Schubert locken am Donnerstag nach Niestetal, wenn der Kroate Lovre Marusic seinem Instrument die zauberhaftesten Klänge entlocken will. Marusic wurde 1992 in Omis geboren. Nach erstem Klavierrunterricht ging er 2006 nach Moskau zur Zentralmusikschule des Staatlichen Konservatoriums. 2011 beendete er dort sein Studium mit dem Titel "Magister der Musik". Zurzeit studiert er an der Hochschule für Musik in Weimar. Er ist Gewinner zahlreicher Preise und hat als Solist in Klavierkonzerten von Mozart, Beethoven, Grieg in verschiedenen Orchestern gespielt. 

Donnerstag, 1. März, 19.30 Uhr, evangelische Gemeindehaus in Niestetal-Sandershausen, Kirchgasse 1. Spenden willkommen. Info

Tanzabend mit Tango Norte 

Das Quinteto Tango Norte bietet am Mittwoch im Kasseler Theaterstübchen einen ganz besonderen Tanzabend, der mitnimmt in die Klang- und Gefühlswelt des Tango argentino. Wen es weniger aufs Parkett zieht, der kann sich bei einem Glas Wein ganz dem Hören, Schauen und Genießen hingeben. Aber auch wer dem Feuer, der Melancholie und Leidenschaft des Tango argentino noch nicht erlegen ist, sollte sich dem Zauber der Interpretationen dieses Ensembles nicht verschließen.

Donnerstag, 1. März, 20 Uhr, Theaterstübchen, Jordanstr. 11, in Kassel. Vorverkauf: 10 Euro plus Gebühren, HNA-Kartenservice: Tel. 0561/ 203-204. Info 

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