Alex Liggertwood & "West Side Story" & Loriot

Ausgehtipps für Nordhessen: Berühmtheiten und geheimnisvolle Schreibmöbel

+
Singt die Hits von Santana in Kassel: Alex Liggertwood, der von 1979 bis 1994 der berühmten Band unter Carlos Santana angehörte. 

Dieses Wochenende hat es in sich: Auf dem Programm steht ein berühmter Sänger, ein berühmtes Musical und ein berühmter Humorist. Dazu kann man nur ehrfürchtig schweigen - wie auf einer Achtsamkeitswanderung oder bei der Besichtigung geheimnisvoller Schreibmöbel. 

Das finden Sie hier: Alex Liggertwood, lange Zeit Sänger der Band Santana, tritt in Kassel auf | Das Musical "West Side Story" feiert am Kasseler Staatstheater Premiere | Naturparkführer Otto Hartmann bietet eine Achtsamkeitswanderung an | Ensemble und Orchester der Kammeroper Köln präsentieren einen Loriot-Abend | Der Shantychor Homberg/Borken gibt gemeinsam mit dem Ural Kosaken Chor ein Konzert in Homberg | Ausstellung des studentischen Künstlerkollektivs RHO mit 150 Tonnen Schuttlandschaft | Kabarett mit Nils Heinrich in der Hospitalskapelle in Treysa | Laien können am Kasseler Staatstheater den zeitgenössischen Tanz selber ausprobieren | Schreibmöbel und ihre Geheimnisse sind im Blickpunkt einer Führung in Schloss Wilhelmshöhe | Svea Schildknecht (Gesang), und Peer Schlechta (Klavier) interpretieren Musik des Franzosen Erik Satie | Poetry Slammer zeigen in Baunatal ihr Können.

Gespannt aufs Fernwehfestival und dem Survival-Experten Rüdiger Nehmberg? Dann sind Sie bei den Ausgehtipps für Südniedersachsen richtig. 

Mit Alex Liggertwood wird Santana wach

Alex Liggertwood ist bekannt als Sänger der berühmten Band Sanatana, der er mit kurzen Unterbrechungen von 1979 bis 1994 angehörte. Er wirkte unter anderem auf den Alben "Marathon", "Zebop!", "Shangó" und "Sacred Fire" sowie bei diversen Solo-Projekten von Carlos Santana mit. Am Sonntag ist er zusammen mit der Coverband The Magic of Santana in Kassel zu hören. In Santanas Musik sind Bestandteile von Latin, Rock, Blues, Jazz, Funk und anderen Einflüssen zu hören. Dieser musikalische Spirit des Weltstars, der seit Woodstock sein Publikum begeistert hat, soll bei dem Konzert im Theaterstübchen weitergegeben werden. Die neun Hamburger Musiker wollen das Santana-Feeling authentisch auf die Bühne bringen. Der unverkennbare Gitarrenton von Carlos Santana wird mit eigener Note dargeboten von Gerd Schlüter.  

Sonntag, 21. Januar, 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), Theaterstübchen in Kassel, Jordanstr. 11. Vorverkauf: 30 Euro plus Gebühren, HNA-Kartenservice: Tel. 0561/ 203-204. Info 

Das Musical "West Side Story" feiert Premiere

Das Staatstheater Kassel zeigt ab Samstag in einer Inszenierung von Philipp Rosendahl die „West Side Story“ in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Die musikalische Leitung hat Alexander Hannemann. Es spielt das Staatsorchester Kassel, die Tanzeinlagen liefert das Tanzensemble des Staatstheaters. Als moderne Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“ erzählt „West Side Story“ die Geschichte der tragischen Liebe. Migration und Heimat, Jugendliche ohne Perspektiven, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, Fanatismus, der zu tödlicher Gewalt führt, und Vergebung  sind Themen, denen die Protagonisten ausgesetzt sind. Tony, der Anführer der Jets, einer alteingesessenen Straßengang, liebt Maria, die Schwester von Bernardo, dem Anführer der neu zugezogenen Sharks. Die Revierkämpfe in der New Yorker Westside werden immer brutaler, bis Tony Marias Bruder im Affekt ersticht. Obwohl sie ihm verzeihen kann, wird Tony Opfer von Willkür, Intrige und Rachsucht. 

Philipp Rosendahl, geboren 1990 in Düsseldorf, ist seit 2016 ist Hausregisseur am Staatstheater Kassel und leitet zusammen mit Thomas Hof das Junge Staatstheater. Die „West Side Story“ ist seine erste Inszenierung im Musiktheater. 

Premiere Samstag, 20. Januar, 19.30 Uhr, Opernhaus in Kassel, Friedrichsplatz. Nächste Vorstellungen: 27. Januar (19.30 Uhr) und 28. Januar (16 Uhr). Karten an der Theaterkasse: Tel. 0561/ 1094222.  Info

"West Side Story" feiert in Kassel Premiere: Das Foto zeigt von links Safet Mistele (Snowboy), Jan Rogler (Big Deal), Tom Schimon (Riff) und Alessia Ruffolo (Velma).

Schweigen, wandern, Natur genießen

Unter dem Motto "Im Hier und Jetzt sein in der Natur" bietet Naturparkführer Otto Hartmann am Freitag eine Achtsamkeitswanderung an. Gehen und schweigen – die eigene Mitte finden: Bewegung an der frischen Luft, die besondere Naturlandschaft genießen und verschiedene Übungen zur Entspannung ist der Kern der Wanderung. Ziel ist es, den Stress des Alltags zu vergessen, das Hier und Jetzt zu genießen und nur das Schöne der Natur wahrzunehmen. Achtsamkeitswanderungen  sollen helfen, loszulassen und Kraft zu tanken für Neues. Sie richten sich an Menschen, die die Stille in besonderen Naturlandschaften suchen.

Freitag, 19. Januar, 13 bis 16 Uhr, Treffpunkt: Kassel-Harleshausen vor der Gaststätte Erlenloch (B251, Wanderparkplatz Erlenloch). Kosten: 5 Euro. Nur mit Anmeldung: Tel. 05606/ 533266. Bitte  an festes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Kleidung, Wanderstöcke und Rucksackverpflegung denken. Info 

Großer Loriot-Abend in Kassel

Einen Loriot-Abend mit dem Programm „Ein Klavier! Ein Klavier“ präsentiert das Ensemble und Orchester der Kammeroper Köln am Samstag in Kassel. Gezeigt werden die besten musikalischen und szenischen Sketche von Loriot, der mit bürgerlichen Namen bürgerlich Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow (1923-2011) hieß. Er ist ein genauer Beobachter des Alltags, hat Humorgeschichte geschrieben und viele unverwüstliche, witzige Kostbarkeiten hinterlassen. Einige der lustigsten musikalischen und szenischen Sketche  präsentiert die Kammeroper Köln mit großem Ensemble und Orchester an diesem pointenreichen Loriot-Abend. Die Auswahl an skurrilen und verrückten Einfällen ist vielfältig: Da ist das legendäre Frühstücksei, das dann musikalisch in dem Gassenhauer „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ eskaliert. Die berühmte Ente, die Herr Müller-Lüdenscheidt in der Badewanne zu Wasser lässt, der sprechende Hund, Liebe im Büro und die Eheberatung – es wird nichts ausgelassen.

Samstag, 20. Januar, 20 Uhr, Stadthalle Kassel, Holger-Börner-Platz 1. Karten ab 39,85 Euro plus Gebühren, HNA-Kartenservice: Tel. 0561/ 203-204. Info

Szenische Sketche und Musik: Ensemble und Orchester der Kammeroper Köln präsentieren einen Loriot-Abend. 

Konzert mit dem Ural Kosaken Chor in Homberg

Der Shantychor Homberg/Borken gibt am Sonntag gemeinsam mit dem Ural Kosaken Chor in Homberg ein Konzert. Der Ural Kosaken Chor ist neben dem Don Kosaken Chor weltweit zum Begriff. Eines seiner bekanntesten Mitglieder war Ivan Rebroff. Seit mehreren Jahren liegt die Leitung des Chores bei Vladimir Kozlovskiy. Er möchte das Kulturgut der orthodoxen Kirche sowie Volksweisen aus dem alten Russland und der Ukraine traditionsgerecht, aber auch mit der Zeit angepassten Arrangements, vermitteln - diesmal unter anderem mit Erinnerungen an die unvergessene Sängerin Alexandra (1942-1969). Ihr Sohn Alexander Skovitan leitete einige Jahre den Chor. 

Sonntag, 21. Januar, 17 Uhr, Marienkirche in Homberg, Marktplatz. Vorverkauf 18 Euro, Kartentelefon: 05681/ 939161. Info

Theaterstück: Beobachtungen in einer Tankstelle

Menschen kommen und gehen, das sind Beobachtungen in einer Tankstelle. Was sie an diesem Ort verbindet, sind ihre Bedürfnisse: Hunger, Durst, der Toilettengang, Benzin, Zigaretten, Kaffee, etwas Süßes. "Das Leben ist eine Tankstelle" heißt das neue Stück vom Theater Chaosium. Nach und nach tauchen unterschiedliche Figuren auf und begegnen sich flüchtig. Es entstehen kurze Geschichten, Eindrücke vom menschliche Dasein, Leben und Suchen. Das Stück vermittelt mehr Schnappschüsse als tiefe Einblicke - und doch ergibt sich aus der Collage ein Gesamtbild von Sehnsucht, Enttäuschung und Hoffnung.

Premiere Freitag, 19. Januar,  19.30 Uhr, Dock 4 in Kassel, Halle, Untere Karlsstr. 4. Nächste Vorstellung: 21. Januar um 17 Uhr. Eintritt: 12/7 Euro, Kartentelefon: 0561/ 7872067. Info

Tankstellen-Geschichten: Jens Röse und Marcelina Krüger spielen in dem neuen Stück des Theaters Chaosium.

Ausstellung mit 150 Tonnen Schuttlandschaft

In der Ausstellung „Palingenesis“ (Entstehung, Schöpfung, Geburt) inszeniert das studentische Künstlerkollektiv RHO aus Kassel komplett unterschiedliche Landschaften. Drei Räume werden bespielt: Es entsteht eine 150 Tonnen schwere Schuttlandschaft, ein tiefschwarzer See und eine sechs Meter hohe Lichtskulptur aus 218 Glühbirnen. Die Wirkung dieser Ausstellungsräume wird so verändert, dass Assoziationen entstehen. Diese können auf den Betrachter bedrohlich, einladend, abstoßend und faszinierend wirken. Dabei setzt das Kollektiv RHO möglichst umfassend an den verschiedenen Punkten der menschlichen Wahrnehmung an und spielt mit Elementen aus der bildenden Kunst, elektronischer Musik, mit Essays, Film sowie Szenografie. RHO wurde 2017 von Studierenden der Kunsthochschule Kassel gegründet. Das Kollektiv beschäftigt sich primär mit der Verfremdung und Verformung von Räumen mit dem Ziel, Wahrnehmung und Sinne der Besucher zu schärfen.

Eröffnung Freitag, 19. Januar, 20 bis 22 Uhr, Interim, Nachrichtenmeisterei in Kassel, Franz-Ulrich-Str. 14. Zu sehen bis zum 28. Januar täglich von 20 bis 22 Uhr. Eintritt frei. Info

Bissiges Kabarett mit Nils Heinrich

Der Berliner Kabarettist Nils Heinrich zeigt am Samstag sein aktuelles Programm „Mach doch'n Foto davon!" in der Hospitalskapelle in Treysa. Darin geht es nicht nur um neue Medien, hohe Politik und niedere Instinkte, es geht vor allem um Nils Heinrich und seine Abenteuer im Alltag. Er ist bissig und boshaft, ohne Zyniker zu sein – ein freundlich lässiger Provokateur, der die größten Gemeinheiten mit leisem Lächeln serviert. Und so ganz nebenbei bringt er in klug verschwurbelten Gedankengängen den Irrsinn hinter der scheinbaren Normalität ans Licht. 

Samstag 20. Januar, 20 Uhr, Hospitalskapelle in Schwalmstadt-Treysa, Steingasse 60. Vorverkauf: 15 Euro, Kartentelefon 06691/ 23363. Info

Laien lernen zeitgenössischen Tanz kennen

Das Tanztheater des Staatstheaters Kassel lädt für Samstag zu „Tanz mit!" ein. Unter der Leitung der Proben- und Trainingsleiterin Lauren Rae Mace können Laien in leicht eingängigen choreografischen Abfolgen und angeleiteten Improvisationen schnell in die Bewegungsvielfalt des zeitgenössischen Tanzes eintauchen. 

Samstag, 20. Januar,,11.00 Uhr, Studio des Staatstheaters Kassel, Treffpunkt Bühneneingang Du-Ry-Straße. Karten für 2,50 Euro sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. 0561/ 1094-222. Info

Schreibmöbel und ihre Geheimnisse

Der Weißensteinflügel des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel vermittelt den Besuchern auch heute noch ein beinahe authentisches Bild fürstlicher Wohnkultur. Zwischen schimmernden Seiden und vergoldeten Bronzen spielten sich prachtvolle Bälle und glänzende Feste ab, aber auch der Alltag hatte seinen Platz in der prunkvollen Kulisse. Insbesondere die Möbel verdienen einen genaueren Blick. An großen Schreibtischen wurde nicht nur Geschichte geschrieben. Ein Brief an die Kinder in der Ferne oder ein parfümiertes Gedicht an die Liebste. Was hier versteckt wurde, kann man heute nur noch erahnen, doch die Liebe zum Detail der Schreiner aus Paris, Kassel und Neuwied erkennt man noch immer. Die Führung "Schreibmöbel und ihre Geheimnisse" mit Yannick Philipp Schwarz am Samstag ermöglicht einen Blick in sonst verschlossene Möbel. 

Samstag, 20. Januar, 14 bis 15 Uhr, Schloss Wilhelmshöhe, Weißensteinflügel, Schlosspark 1. Eintritt: 4/3 Euro plus Führungsgebühr 3 Euro. Info 

Führung zu Schreibmöbeln im Schloss Wilhelmshöhe: Das Foto zeigt einen Bernard-Molitor-Sekretär.

Musik des französischen Komponisten Erik Satie

Die Evangelische Akademie Hofgeismar lädt für Samstag zu einem Konzert mit Werken des französischen Komponisten Erik Satie (1866-1925) ein. Interpreten sind Svea Schildknecht (Gesang), und Peer Schlechta (Klavier). Die aus Heidelberg stammende Sopranistin engagiert sich in der Neuen Musik und führte Werke in Uraufführungen auf, arbeitete unter anderem mit dem Ensemble Recherche, dem Ensemble Phoenix und dem Ensemble Modern zusammen. An der Freiburger Musikhochschule und an der Domsingschule Freiburg unterrichtet Schildknecht Stimmbildung und Gesang. Der Pianist und Organist Peer Schlechta aus Kassel gestaltet regelmäßig Konzerte als Interpret und Improvisator. Wichtige Anregungen im künstlerischen Orgelspiel erhielt er in der Arbeit mit historischen und neuen Instrumenten. Er beschäftigt er sich mit der Weiterentwicklung von Tasteninstrumenten, insbesondere im Bereich Orgelbau.

Samstag, 20. Januar, 19.30 Uhr,  Synodalsaal der evangelischen Tagungsstätte in Hofgeismar, Gesundbrunnen.  Eintritt frei, Spenden willkommen. Info

Spielt Stücke von Erik Satie: Der in Kassel lebende Organist und Pianist Peer Schlechta. 

Auf zum Baunataler Poetry Slam!

Der 12. Baunataler Poetry Slam lockt am Samstag wieder ins Jugendzentrum 2nd Home. Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, bei dem die Poeten innerhalb von fünf Minuten  ihren Text vortragen. Das Publikum kann nach dem demokratischen Prinzip mithilfe von Applaus, Johlen und Trampeln seine 3 Favoriten ins Finale bringen und schließlich den Sieger küren. Poetry Slam erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auch diesmal will der Bauna-Slam das Publikum mit zwölf Poeten aus dem ganzen Land begeistern. 

Samstag, 20. Januar, 19 Uhr, 2nd Home, Friedrich-Ebert-Allee 20, Baunatal-Altenbauna. Eintritt: 4/2 Euro. Info

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.