Ortsbeirat: Auch Bäume sind durch abgestellte Autos am Mühlenplatz gefährdet

Verbot für wilde Parker

Blech aussperren: Vor den Häusern Mühlengasse 7 bis 9 (links) soll bald Halteverbot gelten. Das Auto im Vordergrund ist übrigens korrekt abgestellt, auf einem von drei Parkplätzen. Foto:  Dilling

Unterneustadt. Spaziergänger müssen vor ihnen auf die Straße ausweichen, Anwohner kurven um sie herum, wenn sie mit ihrem Pkw in die Tiefgarage fahren wollen: Wildes Parken ist auf dem Platz vor den Häusern Mühlengasse 7 bis 9 ein Ärgernis. Nach einer Ortsbesichtigung mit Vertretern des Straßenverkehrsamtes hat der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Magistrat aufgefordert, dort ein absolutes Halteverbot anzuordnen und entsprechende Schilder aufzustellen.

Die Falschparker zwängen nicht nur Fußgänger zum Hindernislauf, sondern bedrohten auch die Bäume auf dem Platz an der alten Mühle, sagte Ortsvorsteher Joachim Schleißing (Bündnisgrüne). Einige Äste seien bereits vertrocknet. Das rühre wahrscheinlich von einer Verdichtung des Bodens durch parkende Autos, meinte er. Das Aufstellen von Pollern beeinträchtige das Ambiente des Platzes, daher sei ein Halteverbot die einzige Lösung, sagte Schleißing.

Priorität für Straßenbau

Einstimmig forderte das Gremium die Stadt auf, im Rahmen des Straßenbauprogramms im kommenden Jahr die Bädergasse, die Bettenhäuser Straße und den Holzmarkt auf der südlichen Seite der Leipziger Straße auszubauen. Insgesamt hat die Stadt 17 Straßen im Stadtteil in ihr Sanierungsprogramm aufgenommen.

Die Mitglieder des Ortsbeirates waren sich einig, dass die Erneuerung des Unterneustädter Kirchplatzes hohe Priorität hat, sobald das Wohn- und Pflegezentrum des Vereins Sozialgruppe Kassel gebaut und das Nutzungskonzept für die ehemalige Haftanstalt „Elwe“ festgezurrt ist.

Einmütig begrüßte der Ortsbeirat ein geplantes Kunstprojekt des Stadtteiltreffpunkts „Hafen 17“ des Diakonischen Werks. Der Theaterpädagoge Jens Domes will mit Jungen aus dem Stadtteil ihre Abbilder aus Sperrholz sägen und dann im Frühjahr für eine Weile an Bäumen aufhängen. Das Umwelt- und Gartenamt muss dieser Aktion allerdings noch grünes Licht geben. Der Ortsbeirat will auch selbst Kunst in den Stadtteil bringen.

Das Gremium plant eine Arbeitsgruppe, die Ideen entwickeln soll, wie auf die bekannten, ehemaligen Bürger des Stadtteils, die Juristen Elisabeth Selbert („Mutter des Grundgesetzes“) und das Kasseler Altstadt-Original Kupille hingewiesen werden kann. (pdi)

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