Verbindungen zwischen Personen aus dem NSU-Komplex und Mord in Kassel

Verdächtiger im Mordfall Lübcke hat 37 polizeiliche Einträge

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Gestand den Mord an Walter Lübcke: Stephan Ernst, der in Untersuchungshaft sitzt. 

In der Bundestagsdebatte zum Mordfall Walter Lübcke erklärte der Kasseler Bundestagabgeordnete Timon Gremmels, dass es Verbindungen zwischen Personen aus dem NSU-Komplex und Mord an Lübcke gebe.

Stephan Ernst sei kein „selbstradikalisierter Einzeltäter“, sondern fest in die nordhessische Neonaziszene eingebunden. In der Akte von Stephan Ernst habe es 37 polizeiliche Einträge gegeben. Timon Gremmels (SPD): „Wie konnte ein solcher Gefährder aus dem Radar der Sicherheitsbehörden fallen?“

Gremmels forderte die Hessische Landesregierung auf, alle Akten des Kasseler NSU-Falls an den Generalbundesanwalt herauszugeben. An die Grünen gerichtet sagte Gremmels, dass auch sie für eine lückenlose Aufklärung sorgen sollten. Schließlich seien die Grünen in Hessen an der Regierung beteiligt.

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Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel indes griff in dieser Aktuellen Stunde zum Mordfall Lübcke die AfD frontal an. Diese habe sich „mitverantwortlich gemacht“, sagte er. Eine Partei sei auch für das politische Klima im Land verantwortlich. „Und da sind Sie Haupttäter und nicht etwa Opfer.“ Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte eine Strategie der „null Toleranz“ gegenüber Hassparolen, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus.

tho/dpa

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