Gesetzliche Höchstarbeitszeiten

Verdi: Regierungspräsidium prüft Paketdienste nicht richtig

Kassel. Im Zusammenhang mit den gesetzlichen Höchstarbeitszeiten bei den Paketdiensten kritisiert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Nordhessen das Regierungspräsidium Kassel.

Es solle endlich damit beginnen, die Arbeitszeiten bei den mehr als 1000 Kurier- und Expressfahren in der Region zu prüfen.

„Die Fahrer melden sich täglich bei uns und schildern, dass sie jeden Tag zwischen 12 und 14 Stunden ohne Pause arbeiten müssen“, sagt Manuel Sauer, Fachsekretär Logistik bei Verdi Nordhessen. Dabei seien die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten auf zehn Stunden begrenzt.

Manuel Sauer

Wenn Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke behaupte, dass das Amt für Arbeitsschutz gemäß der EU-Vorgaben kontrolliere, so sei dies falsch, sagt Sauer. Das Amt prüfe nur die Vorgaben für die Lkw gemäß der Lenkzeitverordnung, aber nicht die Arbeitszeiten der Kurierfahrer.

Gerade in der Vorweihnachtszeit, in der viele Pakete verschickt würden, sollten endlich Kontrollen stattfinden. Der Gesetzgeber sehe bei Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz Strafen von bis zu 15 000 Euro oder ein Jahr Gefängnisstrafe vor.

Treffen: Verdi lädt alle Fahrer der Paketdienstleister zur „Wir-haben-die-Schnauze-voll-Veranstaltung“ am Samstag, 24. November, 11 Uhr, in Eppo’s Clubhaus, Damaschkestraße 35, am Auestadion ein. Anmeldungen per E-Mail an elke.kraus@verdi.de oder 0561/ 970 61 42 (bal)

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