Vielerorts in Nordhessen Behinderungen

Schwerpunkt Kassel: Warnstreiks legen Teile des öffentlichen Lebens lahm

Der Verdi-Warnstreik für den Öffentlichen Dienst sorgt am heutigen Dienstag vielerorts in Nordhessen für Ausfälle. Busse und Bahnen fahren nicht, Kitas und Verwaltungen bleiben geschlossen. 

Aktualisiert am 10. April, um 17.31 Uhr - Etwa 4000 Menschen sind am Dienstagvormittag in Kassel auf die Straße gegangen, um für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn und Gehalt zu demonstrieren.

Am frühen Morgen hatte an vielen Orten in Nordhessen der angekündigte Warnstreik begonnen. So kommt es im Bus- und Bahnverkehr bis zum Betriebsende zu erheblichen Behinderungen. Zudem sind am Dienstag viele Kitas, Krankenhäuser und Verwaltungen betroffen. Auch der Müll wird heute im gesamten Kasseler Stadtgebiet nicht abgeholt.  

Lahmgelegt war einer der größten Knotenpunkte Kassels, der Altmarkt. Hier trafen die drei Demonstrationszüge aufeinander und vereinten sich zu einem großem. Zuvor waren die drei Züge zum Altmarkt gelotst worden – abgesichert von der Polizei. Dahinter hieß es für die Verkehrsteilnehmer: Geduld haben.

Im weiteren Verlauf begann dann am Königsplatz eine Kundgebung. Gefordert wurden unter anderem mehr Lohn für Auszubildende, weil eine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von den Eltern mit den niedrigen Azubi-Löhnen nicht finanzierbar sei. Verdi-Landeschef Jürgen Bothner bezeichnete die Warnstreiks als „letzte Warnung“ und ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der Beschäftigten. „Wir können mehr“, rief er der applaudierenden Menge zu. Gegen 11.30 Uhr endete der letzte Redner. Von dem Wagen, der dem Protestmarsch vorausfuhr und auf dem die Redner standen, erklang anschließend wieder kämpferische Musik.

Protest für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen in Kassel. 

Die Gewerkschaften, die den öffentlichen Dienst vertreten, fordern für die Mitarbeiter unter anderemsechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat mehr. Mit den Streiks soll der Druck auf die Arbeitgeber im Bund und den Kommunen erhöht werden. Die nächste Runde findet übernächsten Sonntag statt. 

Verdi-Streik in Kassel

Verdi-Streik in Kassel: Der Demonstratiosnzug führte aus verschiedenen Richtungen quer durch die Stadt.
Verdi-Streik in Kassel: Der Demonstratiosnzug führte aus verschiedenen Richtungen quer durch die Stadt. © Ditzel
Verdi-Streik in Kassel: Die Demonstranten zogen durch die Kasseler Innenstadt.
Verdi-Streik in Kassel: Die Demonstranten zogen durch die Kasseler Innenstadt. © Ditzel
Die Streikenden legten durch ihren Demonstrationszug den Verkehr in Kassel lahm, hier an der Kreuzung am Altmarkt.
Die Streikenden legten durch ihren Demonstrationszug den Verkehr in Kassel lahm, hier an der Kreuzung am Altmarkt. © Ditzel
Durch den Streik wurden der Bus und Bahnverkehr in Kassel lahmgelegt. Deshaln kam es zu Staus auf den Straßen, hier auf der Wilhelmshöher Allee.
Durch den Streik wurden der Bus und Bahnverkehr in Kassel lahmgelegt. Deshaln kam es zu Staus auf den Straßen, hier auf der Wilhelmshöher Allee. © Ditzel
Leere Haltestellen wegen Streik: Auch am Bahnhof Wilhelmshöhe fuhren keine Busse und Bahnen.
Leere Haltestellen wegen Streik: Auch am Bahnhof Wilhelmshöhe fuhren keine Busse und Bahnen. © Hein
Der Streik in Kassel legte den Bus- und Bahnverkehr in Kassel lahm und sorgte für lange Staus auf den Straßen.
Der Streik in Kassel legte den Bus- und Bahnverkehr in Kassel lahm und sorgte für lange Staus auf den Straßen. © Hein
Ein paar Busse fuhren doch: Betroffen waren nur die Buslinien 10 bis 29. Ab Linie 30 verkehrten die Busse normal.
Ein paar Busse fuhren doch: Betroffen waren nur die Buslinien 10 bis 29. Ab Linie 30 verkehrten die Busse normal. © Hein
Kundgebung am Rathaus: Die Verdi streikte in Kassel
Kundgebung am Rathaus: Die Verdi streikte in Kassel © Menzel
Gestreikt wurde auch im Klinikum Kassel: Die Mitarbeiter wünschen sich bessere Arbeitsbedingungen.
Gestreikt wurde auch im Klinikum Kassel: Die Mitarbeiter wünschen sich bessere Arbeitsbedingungen. © Menzel
Für die Autofahrer ging es während des Streiks in Kassel auf den Straßen nur im Schneckentempo voran.
Für die Autofahrer ging es während des Streiks in Kassel auf den Straßen nur im Schneckentempo voran. © Neu
 © Beutner/Berger
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Verdi-Streik in Kassel
Für die Kundgebung versammelten sich die Streikenden auf dem Königsplatz. © Ditzel
Verdi-Streik in Kassel
Für die jugendlichen Streikenden sprach Florian Schmidt bei der Kundgebung auf dem Königsplatz © Ditzel
Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
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Verdi-Streik am 10.04.2018 auf dem Königsplatz in KasselFoto: Hedler
 © Hedler

Ein Großteil der Trams und der Busse bleibt am Dienstag in den Depots; der Kasseler Bahnhof Wilhelmshöhe war am Morgen fast menschenleer. Auf den Straßen war jedoch schon im Berufsverkehr wesentlich mehr los als normal, wozu aber sicher auch die unlängst eingerichteten neuen Baustellen beigetragen haben. Auch in Baunatal beispielsweise machte sich der Streiktag bemerkbar: So waren die Bahnsteige der Straßenbahn in der Baunataler Innenstadt am Dienstagmorgen wie leergefegt.  

Keinerlei Schwierigkeiten gab es hingegen rund um Witzenhausen. Hier lief alles wie gewohnt. Im Altkreis Melsungen fielen mehrere Cantus-Züge aus. Pendler mussten, falls möglich, auf die Regiotram ausweichen oder sich andere Fahrgelegenheiten suchen. Weitere Beeinträchtigungen sind nicht bekannt (siehe unten).

Zu Problemen sollte am Dienstag aber noch die massive Streikausweitung am Flughafen Frankfurt und an weiteren Airports führen. Dort fielen mehrere Hundert Flüge aus. Und wenn der nordhessische Streik beendet ist, steht der nächste jenseits der Landesgrenzen schon bevor: Am Donnerstag sollen unter anderem keine Linienbusse in Göttingen fahren

Hier finden sie einen deutschlandweiten Überblick über den Streik am Dienstag.

Kassel Live: Aktuelle Beiträge aus Kassel

Auch Cantus sollte bestreikt werden

Wie der NVV vom Verkehrsunternehmen Cantus am Montagabend mitgeteilt hatte, rief eine weitere Gewerkschaft in Nordhessen für Dienstag ab Betriebsbeginn zu Warnstreiks auf.

Die Gewerkschaft EVG wollte laut Mitteilung ab 5 Uhr alle Cantus-Linien zwischen Kassel, Bad Hersfeld, Göttingen, Eschwege, Hann. Münden, Bebra und Eisenach, die mit ihren Zügen im Nordosten Nordhessens unterwegs sind, bestreiken. 

Der Streik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei der Cantus-Verkehrsgesellschaft fiel für die Fahrgäste im Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Dienstag aber überraschend glimpflich aus. Alle Züge seien gefahren, erklärte eine Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) in Kassel. Die EVG selbst räumte ein, dass "ein Großteil" der Züge trotz Arbeitsniederlegung gefahren sei. An den Standorten Kassel, Fulda, Göttingen und Bebra seien 25 Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft für dreieinhalb Stunden in den Warnstreik getreten.

Ursprünglich hatte die Gewerkschaft angekündigt, dass zwölf Verbindungen von der Aktion betroffen seien. Doch Cantus habe andere Fahrer, unter anderem Betriebsleiter, eingesetzt, um den Fahrbetrieb zu sichern, sagte der Gewerkschaftssprecher.

Verdi rief zum Warnstreik auf

Die Gewerkschaft Verdi hatte für Dienstag, 10. April, zum Warnstreik mit Teilnehmern aus ganz Nordhessen aufgerufen. Laut der Gewerkschaft werden in und um Kassel, Baunatal, Fuldatal und Eschwege viele Kitas und Verwaltungen geschlossen sein.

An dem Warnstreik zur Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst beteiligen sich auch Mitarbeiter der Städtischen Werke in Kassel und der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), sodass keine Bahnen und Busse fahren. 

Der Streik begann mit der Frühschicht um 4 Uhr und dauert bis zum Betriebsende.

Auf das Auto auszuweichen, ist allerdings kaum eine Alternative, da zum Wochenbeginn derStartschuss für zahlreiche Baustellen im Kasseler Stadtgebiet fällt. Außerdem ist am Dienstag wegen des Sternmarsches und der geplanten Großkundgebung mit Behinderungen im gesamten Stadtgebiet zu rechnen.

Straßenbahnen, Busse und Regiotrams fahren nicht

Wegen des Streiks fahren am Dienstag von Betriebsbeginn bis Betriebsende keine Busse und Straßenbahnen in Kassel, Vellmar, Baunatal und im Lossetal. Die Regiotrams aus Hofgeismar-Hümme (RT1), Wolfhagen (RT4) und Melsungen (RT5) enden im Hauptbahnhof der Stadt.

Nicht genutzt werden können die Tramlinien 1 bis 8 sowie die Buslinien 10 bis 29.

Einschränkungen bei der Regiotram gibt es im Straßenbahnetz der KVG: Zwischen dem Kasseler Hauptbahnhof und den Endstellen Holländische Straße und Auestadion entfallen diese Teilstrecken der Regiotram.

Auch das NVV-Kundenzentrum und die Zahlungs- und Kundenzentren der Städtischen Werke bleiben geschlossen. Das gleiche gilt für das Auebad und das Hallenbad Süd. Nicht erreichbar sind am Dienstag zudem die Mitarbeiter an den Service-Telefonen des Kasseler Energieversorgers und der Abo-Hotline der KVG. Auch die Müllanlieferung im Müllheizkraftwerk Kassel ist an diesem Tag nicht möglich.

Das NVV-Service-Telefon unter der gebührenfreien 0800 - 939 0800 ist dagegen ganz normal erreichbar. Das gilt auch für Störungsnummern für Notfälle für Gas, Strom, Wasser, Fernwärme oder bei der Straßenbeleuchtung. Der Vorraum im Zahlungszentrum der Städtischen Werke im Königstor bleibt geöffnet. Die Zahlungsautomaten können daher weiter genutzt werden.

An den Haltestellen informiert die KVG über den Streik durch Aushänge sowie Texte auf den elektronischen Fahrplananzeigen. Fahrgäste und Städtische-Werke-Kunden finden zudem Informationen auf den Homepages unter www.kvg.de, www.sw-kassel.de, www.rtg-kassel.de sowie auf den Facebook-Seiten der KVG und der Städtischen Werke.  

Diese Bahnen und Busse fahren

Der NVV macht darauf aufmerksam, dass trotz Streik bei der KVG der regionale Bus- und Bahnverkehr in der Stadt Kassel und der Region nicht betroffen ist. Der E isenbahnverkehr inklusive Regiotram sowie der regionale Busverkehr ab der Liniennummer 30 verkehren weitestgehend nach Plan, teilte der NVV am Montag mit. 

Die Regiotram ist in der Region im Eisenbahnnetz - das heißt von Melsungen, Wolfhagen und Hümme bis zum Kasseler Hauptbahnhof und zurück - unterwegs. 

Entgegen der Ankündigung der Kasseler Verkehrsgesellschaft verkehren demnach auch alle Buslinien in Vellmar und Baunatal, mit Ausnahme der Linie 11 zwischen Harleshausen und Vellmar, Dörnbergstraße (diese Linie wird von der KVG betrieben). 

Außerdem weist der NVV darauf hin, dass es keine alternativen Angebote im Lossetal gibt. Dort verkehren keine Buslinien parallel zur Tram und es werden auch keine Fahrten im Ersatzverkehr durch den NVV angeboten.

Kitas in Kassel bleiben geschlossen

In und um Kassel sollen am Dienstag zudem viele Kitas und Verwaltungen geschlossen bleiben, auch Krankenhäuser (siehe unten) sind betroffen. Zahlreiche Kindertagesstätten in Trägerschaft der Stadt Kassel und die Stadtreiniger werden bestreikt. 

Die Stadt Kassel hat Notdienste insbesondere für berufstätige Eltern organisiert, über die sie Eltern durch Aushänge in den Kindertagesstätten informiert, schreibt die Stadt Kassel in einer Pressemitteilung. Eine Anmeldung für die Notdienste ist demnach erforderlich.

Die Stadt weist darauf hin, dass nicht garantiert werden könne, dass alle Wünsche erfüllt werden, da das Recht auf Streik nicht vom Arbeitgeber unterlaufen werden könne. Bevorzugt würden Alleinerziehende und doppelt Berufstätige im Notdienst.

Folgende Kindertagesstätten sind durch die Notdienste geöffnet: 

  • Kita Jungfernkopf
  • Kita Kirchditmold
  • Kita Niederzwehren
  • Kita Menzelstraße
  • Hort Auefeld
  • Kita Brückenhof
  • Kita Brasselsberg
  • Kita Dr. Hermann-Haarmann- Haus
  • Kita Bossental
  • Hort Fasanenhof
  • Hort Eichwald
  • Kita Bettenhausen
  • Kinderhaus Waldau.

Folgende Kindertagesstätten sind wegen des Streiks geschlossen: 

  • Kita Harleshausen I
  • Hort Grundschule Harleshausen
  • Kita Wolfhager
  • Kita Harleshausen II
  • Kita Rothenditmold
  • Kita Zierenbergerstraße
  • Kita Landaustraße
  • Kita Nordshausen
  • Kita Mattenberg
  • Kita Oberzwehren
  • Kita Philipinnenhof
  • Kita Ahnabreite
  • Kita Struthbachweg
  • Kita Hasenhecke
  • Kita Fasanenhof
  • Kita Sara-Nussbaum Haus
  • Hort Schule am Wall
  • Kita Lindenberg
  • Kindergarten Eichwald
  • Hort Bettenhausen
  • Kita Forstbachweg
  • Kita Waldau II.

In den Notdienst-Einrichtungen findet normaler Kindergartenalltag statt. 

Anders in Baunatal: „Am Dienstag werden alle unsere Einrichtungen geschlossen sein“, sagte Stadt-Sprecherin Susanne Bräutigam im Vorfeld. Notgruppen seien zunächst nicht vorgesehen. Die Eltern seien am Freitag informiert worden. 

Gleiches gilt für die Kitas in Fuldatal. Dort werde noch versucht, Notgruppen zu organisieren, hieß es am Wocchenende.

Abholung von Abfall und Altpapier verschiebt sich

Betroffen von dem Warnstreik sind auch die Recyclinghöfe und das Servicebüro-Mitte der Stadtreiniger Kassel, die am Dienstag geschlossen bleiben. Die Abholung von Rest- und Bioabfall, Altpapier sowie den Gelben Säcken verschiebt sich durch den Warnstreik jeweils um einen Tag nach hinten. Die Straßenreinigung verschiebt sich ebenfalls jeweils um einen Tag nach hinten. 

Verschiebung der Abfuhr:

  • Dienstag, 10. April verschiebt sich auf Mittwoch, 11. April 2018 
  • Mittwoch, 11. April verschiebt sich auf Donnerstag, 12. April 2018
  • Donnerstag, 12. April verschiebt sich auf Freitag, 13. April 2018
  • Freitag, 13. April verschiebt sich auf Samstag, 14. April 2018

Die Stadtreiniger bitten ihre Kunden und insbesondere die Firmen, den Zugang zum Abfallbehälter zu ermöglichen und den Gelben Sack erst am veränderten Abholtag bereit zu stellen. Die Kunden mit Abholterminen für Sperrmüll, Baum- und Heckenschnitt sowie sonstige Abfälle am 10. April 2018 haben einen neuen Termin erhalten. 

Für Rückfragen steht die telefonische Abfallberatung unter Tel. 0561/5003-0 zur Verfügung. Die telefonische Abfallberatung ist allerdings am 10. April 2018 nicht besetzt. 

Reguläre Öffnungszeiten der Recyclinghöfe:

  • montags, dienstags, donnerstags, freitags: 8.30 Uhr bis 17 Uhr,
  • mittwochs: 8.30 Uhr bis 18 Uhr samstags: 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr

Der Streik könnte zudem die Vitos Orthopädische Klinik Kassel treffen, ein Unternehmen des Landeswohlfahrtsverbands Hessen. Konkrete Auswirkungen waren noch nicht bekannt.

Rathäuser in Baunatal und Fuldatal geschlossen

In Baunatal bleibt am Dienstag das Rathaus geschlossen. In Fuldatal sieht es genauso aus.

Betroffen sind auch Kliniken in Kassel, Hofgeismar, Wolfhagen und Bad Arolsen

Auch die Beschäftigten der Kliniken der Gesundheit Nordhessen in Bad Arolsen, Hofgeismar und Wolfhagen sind dazu aufgerufen, am Streik teilzunehmen, teilte der Klinikverbund am Freitag mit.

Zum Klinikverbund gehören das Klinikum Kassel, die Seniorenwohnanlagen Kassel, das Reha-Zentrum und die Servicegesellschaft Ökomed sowie die Kreiskliniken in Hofgeismar und Wolfhagen und das Krankenhaus Bad Arolsen

Die Unternehmensleitungen bemühen sich laut Pressemitteilung, die Beeinträchtigungen für die Patienten so gering wie möglich zu halten. Die Notfallversorgung der Patienten sei außerdem gesichert. 

Über die Verschiebung von planbaren Untersuchungen/Eingriffen würden die Patienten – sofern möglich – informiert. Trotz des Streiks würden zudem Therapien fortgeführt, auch die Kreißsäle seien mit Hebammen besetzt.

Dass auch Mitarbeiter des Merxhäuser Standorts von Vitos Kurhessen an der Kundgebung in Kassel teilnehmen werden, bestätigte Vitos-Sprecherin Andrea André. Die Patientenversorgung sei aber sichergestellt.

Keine Auswirkungen bei Kommunen Kreisteil Hofgeismar

Für die Kommunen im Kreisteil Hofgeismar, insbesondere für die Kindergärten und Kindertagesstätten sind keine Beeinträchtigungen wegen des Streiks am Dienstag bekannt.

Kliniken in Witzenhausen und Eschwege sorgen vor

Im Werra-Meißner-Kreis sind die Mitarbeiter des Klinikums und der Kreisverwaltung dazu aufgerufen, sich am Verdi-Warnstreik zu beteiligen. Die Mitarbeiter sollen an den Kundgebungen in Kassel teilnehmen, teilt Gisela Horstmann von Verdi mit.

Zu Einschränkungen wird es zumindest an den Klinik-Standorten Witzenhausen und Eschwege wohl nicht kommen, sagt Verwaltungsdirektor Michael Rimbach auf HNA-Anfrage. "Wir wurden von den Betriebsräten frühzeitig über den Streik informiert." Man werde mit zusätzlichem Personal gegensteuern, so dass es keine Engpässe in der Versorgung der Patienten geben soll.

Die Kreisverwaltung, die ebenfalls Standorte in Eschwege und Witzenhausen unterhält, war am Freitagnachmittag für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg werden laut Verdi die Energie-Gesellschaft Frankenberg, der Vitos Standort Haina, die Lebenshilfe und das Karnkenhaus Bad Arolsen bestreikt. Laut Energie-Waldeck-Frankenberg, verantwortlich für die Organisation des öffentlich Nahverkehrs, ist der Busverkehr in der Region nicht betroffen, da die Busunternehmen BKW und ALV nicht bestreikt werden.

Auch für die Schwalm ist keine Streik-Beeinträchtigung bekannt.

Darum weitet Verdi die Warnstreiks aus

Nicht nur in Nordhessen, sondern in weiten Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen in der kommenden Woche auf erhebliche Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst einstellen. Vor der wahrscheinlich entscheidenden Tarifrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen am 15. und 16. April wollen die Gewerkschaften ab Dienstag ihren Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ihre Warnstreiks ausweiten. 

Mit den Streiks soll der Druck auf die Arbeitgeber im Bund und den Kommunen erhöht werden, erklärte Verdi am Freitag. Die nächste Runde findet übernächsten Sonntag in Potsdam statt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt.  

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